Klaus Franz Opel

Klaus Franz: Arbeitnehmer geben designiertem neuen Opel-Chef ihren Segen. - Bild: Opel

Voraussetzung für diese Zustimmung war eine verbindliche Zusicherung des Mutterkonzerns General Motors, dass mit der geplante Trennung der Leitung von Opel und GM Europe keine zwischengeschaltete Unternehmenseinheit verbunden ist. Damit sei der US-Mutterkonzern einer wichtigen Forderung der Beschäftigten nachgekommen, sagte Betriebsratschef Klaus Franz. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sähen der Zusammenarbeit mit Stracke nun positiv entgegen.

Der Personalwechsel war nötig geworden, nachdem Opel-Chef Nick Reilly Mitte März überraschend seine Rückzug von der Spitze des Rüsselsheimer Traditionsunternehmens erklärt hatte. Der Waliser soll nun den Vorsitz von GM Europe übernehmen. In dieser Konzernsparte führt GM neben Opel und Vauxhall auch die Marken Chevrolet und Cadillac. Außerdem soll Reilly an die Spitze des Aufsichtsrats von Opel rücken.

Die Aufteilung der Führung bei Opel und dem GM-Europageschäft hatte die Arbeitnehmerschaft auf den Plan gerufen. Die Betriebsräte fürchteten, dass damit wieder die alten bürokratischen Strukturen entstehen könnten, die Opel nach ihrer Meinung vor nicht allzulanger Zeit an den Rand des Ruins gebracht haben.

Der ehemalige GM-Chefentwickler Stracke hätte das Zepter bei Opel eigentlich schon zu Monatsbeginn vor einer Woche übernommen sollen. Wegen der Differenzen mit der Arbeitnehmerschaft steht seine Wahl nun erst am Montag auf der Tagesordnung des Aufsichtsrates.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke