schot_2018

Übergangs-Chef Bram Schot würd's gerne machen: "Ich stünde langfristig als Audi-Chef bereit und hätte darauf auch große Lust.“ Es sei Sache des Aufsichtsrats, darüber zu entscheiden. Bild: Audi

Schot war im Juni nach der Inhaftierung Stadlers zum Interimschef des Premiumautobauers ernannt worden. "Ich stünde langfristig als Audi-Chef bereit und hätte darauf auch große Lust", sagte der Niederländer dem Manager-Magazin (10. Oktober 2018). Es sei Sache des Aufsichtsrats, darüber zu entscheiden. Für die Nachfolge Stadlers als fester Audi-Chef kommt auch der ehemalige BMW-Einkaufschef Markus Duesmann infrage, den die Wolfsburger aus München abgeworben haben. Allerdings läuft dessen Vertrag bei BMW noch, anschließend pochen die Münchener bisher auch auf eine vereinbarte Abwartephase, bis Duesmann für einen Konkurrenten tätig werden darf. So kann es bis 2020 dauern, wenn sich die Unternehmen nicht anderweitig einigen.

Vergangene Woche hatte sich der VW-Konzern von Stadler getrennt und seinen Vertrag aufgelöst. Stadler war mehr als elf Jahre Audi-Chef. Der 55-Jährige war im Juni wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr verhaftet worden. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Verkauf von Dieselautos mit manipulierten Abgaswerten in Europa auch nach Aufdeckung der Betrügereien in den USA weiter geduldet zu haben.