Rainer Einenkel

Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel kündigt Widerstand gegen mögliche Zwangsversetzungen nach Rüsselsheim. - Bild: kg

“Wir wollen diesem Unsinn widersprechen”, sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Darauf habe sich der Betriebsrat am Montag in einer Sitzung verständigt.

Am Freitag vergangener Woche hatte der Autobauer angekündigt, vor dem Hintergrund geplanter Stellenstreichungen in Bochum 89 Mitarbeiter ins Stammwerk nach Rüsselsheim versetzen zu wollen. Falls mit den Betroffenen im Laufe dieser Woche keine Einigung darüber erzielt werde, werde man Anfang kommender Woche entsprechende Änderungskündigungen aussprechen, sagte Opel-Sprecher Alexander Bazio. Wenn der Mitarbeiter dem widerspreche, werde die Änderungskündigung in eine Beendigungskündigung umgewandelt.

IG Metall akzeptiert Opels Vorgehen nicht

Einenkel warf der Betriebsleitung bei der Sozialauswahl Willkür vor. Im Bochumer Werk habe sich am Wochenende Unmut geregt. Auch die IG Metall will das Vorgehen nicht akzeptieren: “Wir sehen andere Möglichkeiten, zum Beispiel eine Arbeitszeitverkürzung. Vielleicht können wir auch über eine ansteigende Nachfrage Luft gewinnen”, sagte Gewerkschaftssekretär Volker Strehl am Montag in Bochum. Notfalls werde gegen die Zwangsversetzungen geklagt.

Hintergrund ist ein bereits in weiten Teilen vollzogener Abbau von 1.800 Stellen im Bochumer Werk im Zusammenhang mit dem europäischen Sanierungsprogramm des Autoherstellers. Bis zum Jahresende soll die Beschäftigungszahl auf etwa 3.100 Mitarbeiter sinken.

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dpa-AFX/Guido Kruschke