BMW-Chef Norbert Reithofer auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014

BMW-Chef Norbert Reithofer auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014. Bild: Steinheißer/Steinle

Der Automanager werde für die Hauptversammlung am 27. Januar zur Wahl vorgeschlagen, teilte Siemens am Mittwoch mit. Die Aufseher wählten außerdem die Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Gremiums. Sie ist die erste Frau auf dieser Spitzenposition und übernimmt den Posten Ende Januar, wenn ihr Vorgänger, der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber, die Riege der Kontrolleure verlässt.

Die Bundesregierung will allgemein mehr Frauen in Aufsichtsräten sehen und hatte sich kürzlich nach wochenlangem Streit auf eine gesetzliche Quote von 30 Prozent vom Jahr 2016 an geeinigt. Die EU-Kommission peilt gar 40 Prozent bis 2020 an. Aktuell liegt der Anteil der weiblichen Dax-Kontrolleure nach der am Mittwoch veröffentlichten Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bei 24,7 Prozent.

Neben Reithofer soll mit Nathalie von Siemens auch die Ur-Ur-Enkelin des Konzerngründers Werner von Siemens in den Aufsichtsrat einziehen. Sie leitet derzeit die Siemens-Stiftung. Für Huber soll Reinhard Hahn als Vertreter der Arbeitnehmerseite neu in das Gremium aufrücken. Reithofer und Nathalie von Siemens sollen Gerd von Brandenstein und den früheren Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss ersetzen.

Der bliebt Siemens aber erhalten. Er soll einen Beirat aus renommierten Forschern und Wissenschaftlern leiten, um den Vorstand bei Zukunftsfragen zu Entwicklung und Technologien zu beraten. Der Rat soll sich laut dem Konzern mit Themen befassen, “die in einem Zeithorizont von über zehn Jahren Einfluss auf das Siemens-Geschäft haben werden.”

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dpa/ks