Rainer Einenkel

Rainer Einenkel: Bislang konnte noch keine Einigung über das Schicksal von 86 Mitarbeitern erzielt werden. - Bild: kg

Vor dem Hintergrund von drohenden Zwangsversetzungen nach Rüsselsheim habe bislang noch keine Einigung über das Schicksal von 86 Mitarbeitern erzielt werden können, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Lediglich drei Mitarbeiter seien auf das Angebot einer Versetzung ins Stammwerk nach Rüsselsheim eingegangen oder hätten sich für eine Abfindung entschieden.

Insgesamt hatte Opel vor einer Woche 89 Beschäftigten im Rahmen des laufenden Personalabbaus eine Zwangsversetzung ins Stammwerk nach Rüsselsheim angekündigt.

Falls Opel nun wie angekündigt Änderungskündigungen ausspreche, werde eine Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht folgen, kündigte Einenkel an. Der Betriebsrat warf der Betriebsleitung bei der Sozialauswahl Willkür und soziale Härten vor allem für ältere Beschäftigte vor.

3.100 Mitarbeiter bis Jahresende

Hintergrund ist ein bereits in weiten Teilen vollzogener Abbau von 1.800 Stellen im Bochumer Werk im Zusammenhang mit dem europäischen Sanierungsprogramm des Autoherstellers. Bis zum Jahresende soll die Beschäftigtenzahl auf etwa 3.100 Mitarbeiter sinken.

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dpa/Guido Kruschke