Dieter Zetsche bei der Jahrespressekonferenz der Daimler AG

Dieter Zetsche bei der Jahrespressekonferenz der Daimler AG Anfang Februar in Stuttgart: Der weitaus größte Teil des Gehalts der Daimler-Vorstandsmitglieder ist nicht fest vereinbart, sondern berechnet sich anhand der Geschäftsentwicklung. Bild: Daimler

Die Grundvergütung des Konzernchefs blieb unverändert bei rund 2 Millionen Euro. Einen Teil der Gesamtvergütung erhält der Daimler-Chef mit einer Verzögerung von mehreren Jahren. Längerfristige Indikatoren, etwa die Entwicklung des Daimler-Aktienkurses, können die tatsächliche Auszahlung noch erhöhen oder verringern. Die kurz- und mittelfristige variable Vergütung sank auf gut 3 Millionen von 4,6 Millionen Euro.

Der weitaus größte Teil des Gehalts der Daimler-Vorstandsmitglieder ist nicht fest vereinbart, sondern berechnet sich anhand der Geschäftsentwicklung. Unter anderem hat die Veränderung des operativen Ergebnisses (EBIT) großen Einfluss, das im vergangenen Jahr leicht rückläufig war. Auch alle übrigen Mitglieder des Daimler-Vorstands verdienten laut Vergütungsbericht weniger als im Vorjahr.

Den Mitarbeitern hatte der Stuttgarter Automobilkonzern bereits Anfang Februar eine Prämie von 5.400 Euro für das abgelaufene Jahr zugesagt. Auch das war weniger als im Jahr zuvor, als Daimler den deutschen Tarifbeschäftigten noch 5.650 Euro gezahlt an.

Fotoshow: Automenschen, die 2016 Schlagzeilen machten

  • Carlos Ghosn

    Definierte im Jahr 2016 das Thema Arbeitsbelastbarkeit neu: Carlos Ghosn ist nun Chef der Renault-Nissan-Allianz und der Marken Nissan und Mitsubishi. Regiert wird das Imperium aus dem Flugzeug. Bild: Renault-Nissan

  • Klaus Draeger

    2016 war auch das Jahr der Abschiede für Manager, ohne die man sich die jüngere Autogeschichte fast nicht mehr vorstellen kann, alleine schon deshalb, weil sie schon immer da waren. Bei BMW hatte Klaus Draeger, 1985 zu den Münchnern gekommen, sein letztes Amtsjahr. Dem Vorstand gehört er seit 2006 an, zuletzt zuständig für das Ressort Einkauf. Jetzt verlässt er BMW und wechselt in den Ruhestand. Bild: BMW

  • Markus Duesmann

    Seit dem 1. Oktober 2016 heißt der neue BMW-Einkaufschef Markus Duesmann. Bild: BMW

  • Bernhard Mattes

    Auch so ein Urgestein der Szene oder kann sich überhaupt jemand erinnern, wer vor Bernhard Mattes Chef bei Ford in Deutschland war? 14 Jahre steuerte er die Geschicke des Autobauers hierzulande, was insofern äußerst bemerkenswert ist, dass darunter etliche Krisenjahre waren. Am eloquenten Mattes wurde das nie festgemacht. Anfang 2017 wechselt er in den Aufsichtsrat. Bild: Ford

  • Bernhard Mattes

    Mattes war in seiner Funktion auch für jeden Spaß zu haben: Wagenübergabe von Ford an das Festkomitee Kölner Karneval, was Mattes einen Platz in der Bütt bescherte. Bild: Ford

  • Gunnar Herrmann

    Gunnar Herrmann wird Anfang 2017 an der Spitze der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH in Köln stehen. Bild: Ford

  • Thomas Weber

    Nach mehr als 13 Jahren verabschiedet sich Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber in den Ruhestand. Weber, unüberhörbar Schwabe und ebenso bodenständig, allerdings freundlicher als viele seiner zur Bruttligkeit neigenden Landsleute, lief im letzten Amtsjahr so zu Topform auf, dass manche meinten, er würde in die Verlängerung gehen. Macht er aber nicht, der 62-Jährige bleibt für den Autobauer in beratender Funktion erhalten. Bild: Daimler

  • Ola Källenius

    Als sicher dürfte gelten, dass Ola Källenius die Telefonnummer seines Vorgängers hat. Der 47-jährige bisherige Vertriebsvorstand übernimmt das Entwicklungsressort und erklimmt damit wohl die letzte Stufe seiner persönlichen Entwicklung zum kommenden Daimler-Konzernchef. Glänzt der Schwede im neuen Amt so wie auf den vorangegangenen Positionen, dürfte kein Weg an dem Schweden vorbei führen, wenn es um die Nachfolge von Dieter Zetsche geht.

  • Henrik Fisker

    Apropos glänzend und schillernd: Mit Fisker Automotive war Henrik Fikser bei der Verwirklichung seines Traums von der Mobilitätszukunft finanziell gescheitert. 2016 kündigte der Däne einen Neustart an. Anspruch: die Entwicklung eines Autos, wie es die Welt bislang nicht gesehen hat. Bild: Archivbild

  • Peter Mertens

    Mehr noch als durch den Abgasskandal ins Straucheln kam Audi durch die pannenreiche Besetzung des Vorstandsressorts Entwicklung. Erst musste der allmächtige Ulrich Hackenberg seinen Posten aufgrund der Verstrickung in den Abgasskandal räumen, dann währte die Amtszeit von Nachfolger Stefan Knirsch nur kurz, weil auch dessen weiße Weste durch (Diesel)-Partikel beschmutzt war. Richten soll es nun der von Volvo kommende Peter Mertens. Der verantwortete bei den Schweden wesentlich den Wandel Richtung Elektroantrieb. Branchenexperten sind sich einig: ein guter Mann. Bild: Audi

  • Henrik Green

    Bei Volvo hingegen tritt Henrik Green die Nachfolge des zu Audi abwandernden Entwicklungschefs Peter Mertens an. Bild: Volvo

  • Christine Hohmann-Denhardt

    Sie soll dafür sorgen, dass Volkswagen nicht mehr in die Negativ-Schlagzeilen kommt: Christine Hohmann-Denhardt ist der neue Compliance-Vorstand des Konzerns und wurde von Daimler abgeworben und wirkt - wie es sich für das heikle politische Amt empfiehlt - ganz schlagzeilenfrei. Bild: Daimler

  • Daimler-Chef Dieter Zetsche

    Zweifellos so etwas wie der Sonnyboy des Jahres, insofern man mit jenseits der 60 noch Sonnyboy-tauglich, ist Daimler-Chef Dieter Zetsche: Rekordabsatz, Rekordumsatz, Rekordgewinn, F1-Weltmeister und zwischen all diesen Rekorden hat er auch noch geheiratet. Bild: Daimler

  • Mary Barra

    ...und sie ist die Sonnenlady im Autobusiness: Mary Barra war erst Krisenmanagerin bei General Motors, jetzt will sie den einst verschlafenen Hersteller zum Technologievorreiter umwandeln. Bild: GM

  • Opel-Chef Karl-Thomas Neumann

    Er hat geliefert! So verkündete Opel-Chef Karl-Thomas Neumann seinen Mitarbeitern Anfang des Jahres: "Opel/Vauxhall hat im ersten Quartal die Gewinnschwelle erreicht." Nun muss KTN unter Beweis stellen, dass die Rückkehr in die schwarzen Zahlen auch nachhaltig ist. Bild: Opel

  • Tesla-Chef Elon Musk

    Ob Batterien für seine Weltraumfirma SpaceX, die Entwicklung eines Super-Tunnelbohrers oder das - gemessen am Visionärsanspruch fast schon banale - Geschäft mit Elektroautos: Tesla-Chef Elon Musk hat stets den ganz großen Plan. Am Elektroautopionier und der Nachhaltigkeit seines Geschäfts reiben sich immer noch die Gelehrten. Eins muss man ihm aber lassen. Von (Eigen-)Marketing versteht er was: 300.000 Vorbestellung auf das angekündigte Model 3 macht ihm keiner nach. Bild: Tesla