Dieter Zetsche

Aktionäre verlangen unter anderem, dass Daimler-Chef Zetsche bei einer Vertragsverlängerung seine Zuständigkeit für die Autosparte abgibt. - Bild: Daimler

Damit solle zwei Wochen später als ursprünglich geplant im Aufsichtsrat des Autobauers über das Thema gesprochen werden, berichtet das Magazin “Wirtschaftswoche” unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Zuletzt war der 6. Februar im Gespräch – ein Tag vor der Präsentation der Geschäftszahlen für 2012. Hintergrund der Verschiebung seien aber keine inhaltlichen, sondern nur organisatorische Gründe, schreibt das Magazin weiter.

Auch die Verträge von Forschungsvorstand Thomas Weber und Compliance-Vorstand Christine Hohmann-Dennhardt sollen dem Bericht zufolge am 21. Februar verlängert werden. Ein Daimler-Sprecher kommentierte den Bericht am Samstag nicht.

Kritik an Zetsches Vertragsverlängerung und Verantwortungsbereich

Ingo Speich, Manager der Fondsgesellschaft Union Investment, kritisierte die mögliche Vertragsverlängerung für Zetsche um fünf Jahre. “Drei Jahre wären völlig ausreichend”, sagte er.”Dann könnte man später sehen, ob eine Verlängerung sinnvoll ist.”

Aktionäre verlangen außerdem, dass Zetsche seine Zuständigkeit für die Autosparte abgibt. “Wir halten nichts davon, dass Herr Zetsche sowohl Konzernchef als auch Chef der Autosparte ist”, sagte DWS-Fondsmanager Stefan Bauknecht der “Wirtschaftswoche”. Sinnvoller wäre seiner Meinung nach ein eigener Chef für diesen Bereich.

Mit dieser Forderung sei DWS nicht allein. Sinnvoll sei eine “andere Konzernstruktur mit kleineren, schlagkräftigeren Einheiten”, zitiert das Blatt einen weiteren Manager einer großen deutschen Fondsgesellschaft, ohne einen Namen zu nennen.

Daimler läuft eigenen Plänen hinterher

Unterdessen berichtete der “Focus”, dass Daimler vor allem mit seiner B-Klasse 2012 hinter den eigenen Plänen zurückgeblieben sei. Die weltweite Vertriebsplanung sei von ursprünglich 160.000 auf 141.000 Wagen gesenkt worden. Auch das Geschäft in China sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dort habe Mercedes statt der geplanten 230.000 nur 212.000 Wagen abgesetzt.

Ein Daimler-Sprecher sagte, zu Planzahlen äußere man sich nicht. Allerdings habe Daimler gerade bei der B-Klasse 2012 so viele Wagen verkauft wie nie zuvor.

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dpa/Guido Kruschke