Wilfried Porth

Daimler verlängert Vertrag von Personalvorstand Wilfried Porth bis 2017. - Bild: Daimler

Der Aufsichtsrat habe den Vertrag des 52-Jährigen bis 30. April 2017 verlängert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit. Der Kontrakt des Managers wäre Ende April 2012 ausgelaufen. Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte Porth mitten in der Autokrise im April 2009 als erfahrenen Sanierer und Vertrauten in den Vorstand geholt.

Der gebürtige Baden-Badener gilt als zupackender und konsequenter Arbeiter – aber nicht als “Hardliner”. Er und Zetsche kennen sich gut. Porth hatte seine Karriere bei Daimler vor mehr als 25 Jahren begonnen. Er kam 1985 nach seinem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart als Planungsingenieur zum Unternehmen. Mitte der 1990er Jahre verantwortete Porth die Entwicklung und Fertigung von Bussen in Brasilien und war anschließend Produktionschef und Werksleiter bei Mercedes-Benz in Südafrika. Später war er für die Personalentwicklung Führungskräfte zuständig. 2003 wechselte er als Chef zum japanischen Nutzfahrzeughersteller Mitsubishi Fuso, bei dem Daimler das Sagen hat. Zuletzt war der Manager für die Leitung des Transporter-Geschäfts der Daimler AG zuständig.

Der Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Daimler spielt auch bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie eine wichtige Rolle. Seit Jahren gehört ein Repräsentant des Autobauers zum engeren Vorstand des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall und damit auch zum harten Kern der Verhandler, wenn im wichtigen Bezirk Baden-Württemberg um die neuen Tarifverträge für die Schlüsselindustrie gerungen wird.

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dpa/Guido Kruschke