ElringKlinger Stefan Wolf

Kein Tesla-Fan: ElringKlinger-Chef Stefan Wolf. Bild: ElringKlinger

Wolf erklärte im Rahmen einer Podiumsdiskussion über Öl auf der Bühne der ARD Börse, der Elektroautohersteller habe eine "total veraltete Batterietechnologie." Bei den Modellen seien 6.000 Laptop-Batterien (des Typs 18650) miteinander verkettet.

Sein Vorwurf: "Das ist keine zielführende Technologie." Weitaus fortschrittlicher sei hingegen die Batterietechnik des BMW i3. Darüber hinaus forderte der Zulieferer-Boss, dass die OEMs in eine modernere zweite Generation von Lithium-Ionen-Batterien investieren sollten. Die böten schließlich eine größere Reichweite.

Neben der Technik, die Tesla einsetzt hatte Wolf zudem auch was am hohen Börsenkurs des kalifornischen Unternehmens etwas auszusetzen. Hinter dem stehe kein Gegenwert. Denn Tesla habe noch nie einen einzigen Dollar verdient. Den Erfolg der E-Auto-Marke vergleicht der Manager mit dem Neuen Markt. Auch damals habe man nur auf das Umsatzwachstum geguckt und nicht auf die Erträge. 

So ist sich Wolf sicher, dass die Luftschlösser von Tesla-Chef Elon Musk bald zusammenstürzen werden. Schon jetzt würden sich die Verkaufszahlen abschwächen. Auch die Prognosen für das Model 3 seien nicht realistisch. "Wenn Tesla 50.000 Modelle pro Jahr hinkriegt, ist das schon viel." Kunden müssten dann bis zu sechs Jahre warten, bis sie ihr Auto bekommen. Wenn man mit spitzem Bleistift rechne, lasse sich auch der Preis von 35.000 Dollar pro Fahrzeug nicht halten.

Die Wolf-Kritik an Tesla sorgte für Unmut unter den anwesenden Zuschauern. Ein weiblicher Tesla-Fan warf Wolf vor, hochinnovative Firmen wie Tesla schlecht zu reden. Das sei halt nun mal typisch schwäbisch. Tesla mache keine Gewinne, weil sie das Geld stets reinvestierten, glaubt sie.