GM, Renaissance Center, Detroit, General Motors

Ken Kelzer leitet künftig das Ressort "Globale Komponenten und Teilsysteme", Ken Morris übernimmt den Bereich "Globale Produktintegrität". Bild: General Motors

Der Bereich Konstruktion werde in die neu geschaffenen Sparten “Globale Produktintegrität” und “Globale Komponenten und Teilsysteme” aufgeteilt, teilte GM mit. Durch die Maßnahme soll die Qualität und Sicherheit der Fahrzeuge verbessert werden, so der Konzern.

Neuer Chef des Bereichs “Globale Produktintegrität” wird der 47-jährige Ken Morris, der bislang die weltweite Fahrwerksentwicklung verantwortet. In den Verantwortungsbereich der neu geschaffenen Position fällt auch die Einheit für weltweite Fahrzeugsicherheit, die von Jeff Boyer geführt wird. Auch die Qualitätskontrolle von Zulieferern gehört künftig zu seinen Aufgaben.

Ken Kelzer (51), derzeit Leiter der Antriebsentwicklung bei GM Europe, übernimmt das Ressort “Globale Komponenten und Teilsysteme”. Seine neue Rolle umfasst die Entwicklung von Komponenten und Fahrzeugen sowie weitere Engineering-Aufgaben.

Auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten sagte GM-Entwicklungschef Mark Reuss, die neue Struktur werde dem Unternehmen helfen, potenzielle Sicherheitsprobleme wie die defekte Zündung schneller aufzuspüren. In der Einheit “Globale Produktintegrität” werde ein Team von GMs “besten” Ingenieuren bereits während der Entwicklung in regelmäßigen Zeitabständen die Fahrzeuge auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften hin überprüfen.

John Calabrese, General Motors

Der bisherige Konstruktionschef John Calabrese geht in den Ruhestand. Bild: General Motors

Mit dem GM-Konstruktionschef John Calabrese räumt ein langjähriger Weggefährte der neuen Konzernchefin Mary Barra seinen Posten. Calabrese habe sich entschieden, in den Ruhestand zu gehen, teilte GM mit. Allerdings werde er GM noch bis August zur Verfügung stehen und den Umbau der Sparte begleiten. Inwieweit der 55-Jährige in den Skandal verwickelt ist, ist noch unklar. Aus Unterlagen an den US-Kongress geht hervor, dass Calabrese zumindest einmal über Probleme bei den Zündschlössern informiert wurde, so die Nachrichtenagentur Reuters. GM zufolge hat Calabreses Abgang nichts mit den aktuellen Problemen zu tun.

Die Änderungen werden sofort wirksam, so GM.

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General Motors / Andreas Karius