Maserati_Levante_FCA

Einen SUV hat Maserati in Gestalt des Levante im Portfolio, bis sich ein Elektromodell dazu gesellt, werden noch ein paar Jahre vergehen. Bild: Maserati

| von Frank Volk

Kürzlich hatte FCA-Chef Sergio Marchionne angekündigt, dass die zum Konzern gehörende Luxusmarke Maserati „so schnell wie möglich“ ein rein elektrisches Fahrzeug bringen werde. Dies hat  Entwicklungschef Fedeli nun gegenüber Car and Driver zeitlich relativiert. Nach seiner Auffassung brauche es noch mehrere Jahre Vorlauf  für ein solches Fahrzeug. Fedeli sagte: „2020, vielleicht 2019 können wir etwas zeigen.“

Der zu Beginn des Jahres von BMW zum FCA-Konzern gewechselte Entwickler, der dort für die Marken Alfa Romeo und Maserati verantwortlich ist, begründete seine Zurückhaltung damit, dass die italienische Marke relativ spät dran sei mit der Entwicklung eines Elektroautos. Wenn man schon spät komme, müsse das Auto dann umso mehr zu bieten haben. Maserati müsse etwas ganz anderes machen als beispielsweise Tesla. Bei der Gelegenheit ätzte Fedeli kräftig gegen den US-Elektroautobauer. Auch wenn Tesla 50.000 Autos pro Jahr verkaufe, sei das Model S nicht das beste Auto im Markt. Die Technologie biete nichts Besonderes; bei der Qualitätsanmutung und der Verarbeitung bewege sich Tesla auf dem Niveau der „deutschen Hersteller in den 70er Jahren“.

Auf Maserati bezogen bezeichnete es Fedeli als herausfordernd, die Markenwerte auf die Elektromobilität zu übertragen und nannte als Beispiel das hohe Gewicht, das im Gegensatz zu Aspekten der Fahrdynamik und des Fahrgefühls stehe.

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