Jeremy Clarkson BBC

Die BBC beendet die Zusammenarbeit mit Jeremy Clarkson. – Bild: BBC

Er hatte den Streit mit einem Produktionsmitarbeiter angezettelt, weil kein heißes Essen vorrätig gewesen sei. Clarkson sorgte in seiner Sendung schon immer für Kontroversen. Mal verunglimpfte er LKW-Fahrer als Mörder von Prostituierten, mal nannte er den früheren britischen Premierminister Gordon Brown einen einäugigen schottischen Idioten. Bislang kam er immer glimpflich davon.

Doch mit der Prügelattacke hatte Clarkson scheinbar endgültig eine rote Linie überschritten. Deshalb hat BBC-Intendant Tony Hall entschieden den Vertrag des Moderators nicht zu verlängern. Zuvor wurde Clarkson bereits suspendiert, was zu heftigen Widerstand in der Fan-Gemeinde der Autosendung führte.

Mehr als eine Million Clarkson-Fans hatten die Online-Petition “Bring Back Clarkson” unterschrieben. Sein Co-Moderator war anschließend mit einem Panzer vor das BBC-Gebäude gefahren, um die Unterschriften zu überbringen. Doch der Intendant ließ sich nicht mehr umstimmen.

Die Zukunft der Sendung ist jetzt erst einmal offen – gut möglich, dass Hall bald ein Millionenloch in der BBC-Kasse stopfen muss. Denn die Show bringt dem britischen Fernsehsender durch den Verkauf in alle Welt regelmäßig hunderte Millionen Pfund ein.

Mit der Show, in der Clarkson seit 1989 auftrat und mit seinen Kollegen Richard Hammond und James May auf verrückteste Weise Autos testete, will der Sender angeblich weitermachen. Durchschnittlich sahen rund 350 Millionen Menschen in über 200 Ländern Top Gear. Ob der Erfolg ohne Clarkson wiederholbar ist, bleibt ungewiss. Chris Goffey, Clarksons Vorgänger, sagt: “Man muss schon ziemlich mutig sein, ihn rauszuschmeißen. Er ist ein unverzichtbarer Teil der Show.”

gp