Karl-Friedrich Stracke

Entwicklungschef Karl-Friedrich Stracke wird neuer CEO von Opel/Vauxhall. - Bild: Opel

Nick Reilly gibt überraschend die Leitung von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall ab und wird von GM-Chefentwickler Karl-Friedrich Stracke ersetzt.

Reilly soll aber den Vorsitz von GM Europe behalten und Aufsichtsratschef von Opel und Vauxhall werden, wie das Rüsselsheimer Traditionsunternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Europa-Geschäft von GM umfasst neben Opel und Vauxhall auch Chevrolet und Cadillac.

Stracke soll seinen neuen Posten am 1. April antreten. Der 55-Jährige arbeitet seit 1979 bei Opel und GM. Seit 2009 verantwortete er als GM-Chefentwickler den globalen Produkt- und Technologiebereich. Unter seiner Führung wurden unter anderem die Elektroautos Opel Ampera und Chevrolet Volt entwickelt.

Er sei erfreut, sagte Reilly mit Blick auf die Entscheidung, die nach seiner Aussage vom GM-Chef Dan Akerson getroffen wurde. In einer Mitteilung hieß es, das europäische Management werde durch die Umstellung “deutlich gestärkt”.

Europa noch immer ein Markt mit Verlusten

“Der europäische Markt und unser Geschäft in Europa sind äußerst wichtig für GM”, wird Akerson in der Mitteilung zitiert. “Diese Personalentscheidung bringt uns die beste Führungsmannschaft in einer Zeit, in der das Unternehmen auf Wachstum und Profitabilität ausgerichtet ist”.

Aus der Konzernzentrale in Detroit wurden die Forderungen nach Fortschritten in Europa zuletzt zunehmend ungeduldiger. Europa ist die einzige Region, in der GM noch Verluste schreibt. Dem Vernehmen nach sollen die Restrukturierungsexperten von AlixPartners die eher schleppende Sanierung der Tochter vorantreiben. Reilly hatte zuletzt stets betont, die Restrukturierung verlaufe nach Plan.

Einen weiteren überraschenden Personalwechsel mußte Opel Anfang März vermelden. Michael Hartwig, Executive Director Brand Marketing Europa, kehrte dem Rüsselsheimer Autobauer den Rücken.

Dow Jones Newswires/gk