Alfred Rieck

Vertriebs- und Marketingvorstand Alfred Rieck streicht nach nur sieben Monaten Amtszeit die Segel. - Bild: Opel

Wie der Autobauer am Freitag mitteilte, übernimmt bis auf weiteres Duncan Aldred den Job eines kommissarischen Vice President Sales, Marketing & Aftersales für Opel/Vauxhall zusätzlich zu seinen Aufgaben als Managing Director der Tochter Vauxhall.

Job wohl “eine Nummer zu groß”

Rieck ist laut eigenen Angaben auf eigenen Wunsch von seinem Vorstandsposten zurückgetreten. Aufsichtsratschef Steve Girsky wird in der offiziellen Pressemitteilung mit den Worten zitiert: “Wir respektieren Alfred Riecks Entscheidung und wünschen ihm für seine berufliche Zukunft alles Gute.”

Aus Kreisen des Aufsichtsrats war aber auch zu hören, dass der 56-jährige Rieck der falsche Mann für den schwierigen Job bei dem Autobauer gewesen sei: “Opel war für ihn eine Nummer zu groß. Auf der gleichen Position war vor ihm bereit Alain Visser gescheitert.

Der 56-Jährige, der vor seinem Kurzeinsatz bei Opel beim Konkurrenten Volkswagen unter anderem Präsident der Marke Skoda in China war, trat den Posten am 1. Juli 2012 an. Bei der Neuausrichtung der tiefroten GM-Tochter sollte er eine wichtige Rolle spielen. Das ist ihm nicht gelungen: Der Opel-Absatz in Deutschland fiel 2012 um 16 Prozent.

Verzweifeltes Stühlerücken in Rüsselsheim

Der Opel-Vorstand wurde in den vergangenen Monaten nahezu komplett auf den Kopf gestellt. Vorstandschef wird dem Vernehmen nach schon bald VW-Manager Karl-Thomas Neumann. Momentan lenkt Strategievorstand Thomas Sedran die Geschicke der Marke mit dem Blitz.

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Opel/Dow Jones Newswires/Guido Kruschke