Rainer Einenkel

Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel ist mit den Konzernplänen nicht einverstanden. - Bild: kg

Wie das “Handelsblatt” berichtet, hat der allergrößte Teil der betroffenen Mitarbeiter Abfindungen angenommen oder wird in das Stammwerk Rüsselsheim wechseln.

Opel teilt weiter mit, dass man sich nur noch mit 89 Mitarbeitern einigen müsse, denen ein Wechselangebot nach Rüsselsheim gemacht werde. Falls diese Mitarbeiter nicht freiwillig wechseln, will der Autobauer Änderungskündigungen aussprechen. Mit den Versetzungen aus Bochum ins Stammwerk wäre die Firmensanierung praktisch abgeschlossen.

Opels Wechselpläne stoßen auf Kritik

Betriebsratschef Rainer Einenkel nannte die Opel-Pläne “unverantwortlich und unsozial” und bezeichnete die Maßnahmen als betriebsbedingte Kündigungen. Nach seinen Angaben sollen auch ältere Arbeitnehmer versetzt werden, die berufstätige Lebenspartner oder pflegebedürftige Angehörige haben. Opel will Wechselwilligen 15.000 bis 25.000 Euro pro Person anbieten.

Opel war durch Missmanagement und Qualitätsprobleme tief in die Krise geraten. Anfang 2010 begann der Traditionshersteller mit einer harten Sanierung. Das Werk in Antwerpen wurde geschlossen, europaweit wurden 8.000 Stellen abgebaut.

In Deutschland traf es auch das Werk Bochum, wo ursprünglich 1.800 Jobs wegfallen sollten. Wegen der guten Autokonjunktur wurden bisher 1.450 Stellen gestrichen, 300 Arbeiter im Getriebewerk haben ihre Jobs bis 2013 sicher.

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Handelsblatt/rp/Guido Kruschke