Karl-Friedrich Stracke

Karl-Friedrich Strackes Wechsel auf den Chefposten wird sich verzögern. - Bild: Opel

Es war die Personalie der Woche: Opels CEO Nick Reilly geht, GM-Chefentwickler Stracke kommt. Zum 1. April sollte der Wechsel in Rüsselsheim vollzogen werden, doch die Arbeitnehmerseite spielte nicht mit. Sie wollten einen sofortigen Personalwechsel an der Spitze nicht mitmachen. Erst müsse der Aufsichtsrat für die Abberufung des bisherigen Opel-Bosses Nick Reilly eine entsprechende Mehrheit finden.

Nun wird sich der Aufsichtsrat des Unternehmens am 11. April zusammensetzen und auf einer ausserordentlichen Sitzung über die Causa Stracke beraten. Da die Detroiter Konzernmutter General Motors allerdings die Mehrheit im Opel-Kontrollgremium besitzt, können die Arbeitnehmer eine Wahl von Stracke nicht verhindern, sondern nur verzögern. Der bisherige Chef Nick Reilly wird an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln und künftig das Europa-Geschäft von GM verantworten.

Aus Detroit wurden die Forderungen nach Fortschritten in Europa zuletzt zunehmend ungeduldiger. Europa ist die einzige Region, in der GM noch Verluste schreibt. Karl-Friedrich Stracke soll es wohl künftig richten.