Bernd Osterloh, Volkswagen

Für VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh ist die Trennung von Vorstandsvorsitz und Markenführung nur eine Lösung auf Zeit. Bild: Volkswagen

“Der nächste Volkswagen-Vorstandschef muss gleichzeitig die Marke führen”, sagte Osterloh dem Magazin Bilanz laut Vorabmeldung vom Mittwoch (4.3.). Vom Juli an werden der Zwölf-Marken-Konzern und sein wichtigster Umsatzbringer von zwei Managern geführt. Dann gibt Vorstandsboss Martin Winterkorn die Verantwortung für Volkswagen Pkw an den früheren BMW-Vorstand Herbert Diess ab. Für Osterloh nur ein Intermezzo: “Die Trennung von Vorstandsvorsitz und Führung der Marke Volkswagen ist eine Lösung auf Zeit”, sagte er. Winterkorns Vertrag läuft noch bis Ende 2016, Diess gilt als ein möglicher Nachfolger an der Vorstandsspitze.

Laut Osterloh müsse der Konzernchef auch Verantwortung im Tagesgeschäft der Hausmarke übernehmen, die die Hälfte des Umsatzes ausmacht und rund 60 Prozent der Fahrzeuge verkauft. Sonst schwebe er “ohne Bodenhaftung”. Das habe bereits in der Vergangenheit einmal nicht funktioniert. “Deshalb werden wir als Arbeitnehmervertreter nichts anderes zulassen.” Von 2002 bis 2006 hatte der frühere BMW-Chef Bernd Pischetsrieder den Konzern geführt.

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dpa-AFX/ks