Skoda_Indien_Management_Sudhir-Rao

Kehrt Skoda nach fünf Jahren den Rücken: Sudhir Rao (re.) hier bei der Präsentation des Skoda Superb mit Skoda-Vertriebsvorstand Werner Eichhorn. Bild: Skoda Indien

| von Frank Volk

Der Abgang des Managers, der offiziell zum 30. Juni ausscheidet,  kommt überraschend. In einem in Indien veröffentlichten Statement heißt es, dass Sudhir Rao das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlasse. Der 57-jährige Manager sagte gegenüber der indischen Economic Times, dass er nach fünf herausfordernden, aber guten Jahren eine neue Aufgabe außerhalb der Autoindustrie suche.

Das mit den herausfordernden Jahren ist kein bisschen übertrieben. Als Sudhir Rao seinen Posten als Managing Director von Skoda Indien antrat, erlebte die Marke mit 34.600 verkauften Einheiten ihr bestes Jahr. Damals zeichneten sich allerdings gravierende Probleme ab. In den Folgejahren stürzten die Verkaufszahlen ab. 2016 lag der Absatz bei 13.370 Einheiten, 13,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dennoch hat sich das Skoda-Geschäft stabilisiert. Mit teils harten Einschnitten auf der Personalseite gelang es Rao, das Indien-Geschäft der VW-Tochter wieder profitabel zu machen. In diesem Jahr erwartet man durch die Einführung des Koadiaq einen deutlichen Absatzschub.

Die Nachricht vom Abgang des Managers trifft Skoda in einer heißen Phase. Erst kürzlich hat der VW-Konzern eine Kooperation mit dem Tata Motors bekannt gegeben. Im Zusammenwirken mit den Indern will man endlich die Entwicklung eines Budgetcars vorn bringen. Auf Seiten der Wolfsburger übernimmt Skoda die Verantwortung für die Zusammenarbeit mit Tata. 

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