Ex-Audi-Chef Stadler

Das Landgericht München II wird heute (14. Oktober) entscheiden, ob Ex-Audi-Chef Rupert Stadler im Audi-Prozess ein eigenes Verfahren bekommt. Bild: Conny Kurz

| von Roswitha Maier

Die Anwälte des langjährigen Audi-Chefs hatten die Abtrennung vergangene Woche beantragt. In ihrer Begründung machten sie der Münchner Justiz deutliche Vorwürfe. Das Verfahren sei „grob unfair“, sagte Verteidiger Thilo Pfordte.

Im Kern der Kritik steht, dass Stadler zusammen mit den drei anderen Beschuldigten angeklagt wird, obwohl ein großer Teil der ihnen vorgeworfenen Handlungen ihn nicht betrifft. Zudem kritisiert die Verteidigung, dass so wichtige Zeugen fehlen würden, weil sie als Beschuldigte in anderen Verfahren die Aussage verweigern könnten.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert damit, dass gegen Stadler ein Haftbefehl existiere. Auch wenn dieser inzwischen ausgesetzt sei, müsse Stadlers Fall deshalb schnell verhandelt werden. Prozessbeobachter rechnen allerdings nicht damit, dass das Gericht der Abtrennung zustimmen wird.

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