Opel Stracke

Chefwechsel: Karl-Friedrich Stracke rückt erwartungsgemäß an die Opel-Spitze. - Bild: Opel

Der Waliser Reilly wird weiter die Geschicke des gesamten Europageschäfts von General Motors lenken und leitet künftig den Aufsichtsrat von Opel, wie der Rüsselsheimer Autobauer am Montag im Anschluss an eine Sitzung des Kontrollgremiums mitteilte.

“Bei Opel sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt”, sagte der neue Opel-Chef. “Ich freue mich über das Votum des Aufsichtsrats und bin mir sicher, dass wir gemeinsam viele positive Akzente zum Wohle unserer Kunden setzen können.” Der 54-Jährige Nordhesse Stracke arbeitet seit 1979 bei Opel und GM. Seit 2009 verantwortete er als GM-Chefentwickler den globalen Produkt- und Technologiebereich.

Die Personalien waren bereits Mitte März angekündigt worden und sollten eigentlich zu Beginn dieses Monats wirksam werden. Die Aufteilung der Führung bei Opel und dem GM-Europageschäft hatte allerdings die Arbeitnehmerschaft auf den Plan gerufen. Die Betriebsräte fürchteten, dass damit wieder die alten bürokratischen Strukturen entstehen könnten, die Opel nach ihrer Meinung vor nicht allzulanger Zeit an den Rand des Ruins gebracht hatten.

Nachdem General Motors allerdings verbindlich zusicherte, dass mit der geplante Trennung keine zwischengeschaltete Unternehmenseinheit verbunden ist, gaben die Arbeitnehmervertreter dem geplanten Wechsel an der Unternehmensspitze am Freitag ihren Segen. Zum Europageschäft von GM gehören neben Opel und Vauxhall auch die Marken Chevrolet und Cadillac.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke