Müller und Winterkorn

Müller und Winterkorn beziehungsweise neuer und alter VW-Chef? – Bild: Volkswagen

Am Freitag soll dann die Ablösung laut Tagesspiegel erfolgen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Aufsichtsratskreise. Winterkorn habe nach dem Diesel-Abgasbetrug in den USA nicht mehr das Vertrauen des Kontrollgremiums, hieß es am Dienstag. An diesem Mittwoch tagt das Präsidium des VW-Aufsichtsrates, am Freitag das 20-köpfige Gremium.

VW selbst dementiert unterdessen die Ablösung von Martin Winterkorn an der VW-Spitze durch Porsche-Chef Matthias Müller. Dies sei “Schwachsinn”, sagt ein VW-Sprecher.
Die Volkswagen-Tochter Porsche wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Aktionärsschützer sprechen sich unterdessen gegen eine schnelle Ablösung von Winterkorn an der VW-Spitze aus. “Man muss dem Unternehmen Zeit geben aufzuklären, wer von der Affäre gewusst hat oder wer etwas hätte wissen müssen”, sagte ein Sprecher des Deutschen Schutzvereins für Wertpapierbesitz Jürgen Kurz. Winterkorn müsse nun aber schnell erklären, warum er nicht involviert war und warum er von der Affäre nichts habe wissen können. “Nur dann kann er sich halten”, so der Pressesprecher.

Unterdessen meldet sich auch die EU-Kommission zu Wort. Sie will mit den 28 Mitgliedstaaten über mögliche Schritte beraten. “Wir müssen ganz sicher sein, dass die (Auto-)Industrie die Grenzwerte für Emissionen einhält”, sagte eine Kommissionssprecherin. Es sei zur Zeit noch verfrüht, Schlussfolgerungen zu ziehen. “Ich möchte unterstreichen, dass wir das sehr ernst nehmen”, sagte sie.

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gp