Michael Bartsch

Michael Bartsch soll nun den rückläufigen US-Markt wieder auf Vordermann bringen. - Bild: Porsche

Der bisher für das Tagesgeschäft der VW-Tochter Porsche in Nordamerika zuständige Michael Bartsch wird ab September Amerika-Chef von Infiniti. “Seine Erfahrungen aus 30 Jahren im weltweiten Automobilgeschäft werden für uns von großem Nutzen sein”, erklärte Markenchef Johan de Nysschen am Freitag in Hongkong.

De Nysschen kommt selbst aus dem VW-Lager: Er war bis vor einem Jahr Amerikachef von Audi und wechselte dann an die Spitze der gerade aufgemachten Infiniti-Zentrale nach Hongkong. Nissan will seine 1989 in den USA gegründete Premiummarke weltweit gegen die starken deutschen Rivalen BMW, Mercedes-Benz und Audi aufstellen.

Nissan-Premiummarke verkuft weniger Fahrzeuge

Ausgerechnet auf dem boomenden US-Markt verkaufte Infiniti in den ersten sieben Monaten des Jahres aber weniger Fahrzeuge. Der Absatz schrumpfte um neun Prozent auf rund 60.000 Wagen und lag damit weit hinter dem der Deutschen.

Bartsch, der einen deutschen und australischen Pass hat, soll es nun richten. Er ist seit fast 20 Jahren bei Porsche, zunächst in Australien und seit 2005 in seiner jetzigen Position in Nordamerika, wo er Rekordverkäufe vermelden konnte. Davor arbeitete der heute 54-Jährige unter anderem bei der australischen GM-Tochter Holden. Eigentlich hätte Bartsch zum 1. September der Landeschef von Porsche in Australien werden sollen.

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dpa/Guido Kruschke