Toto Wolff

Toto Wolff wird neuer Mercedes-Motorsportchef. - Bild: Williams

Der 41-Jährige soll den Angaben zufolge bei Mercedes die Koordination aller Motorsportaktivitäten übernehmen. Zudem habe er eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach er sich mit einem Minderheitsanteil an der Daimler-Tochtergesellschaft Mercedes GP beteiligen und diese auch operativ leiten werde. Wolff komplettiert zusammen mit Teamchef Ross Brawn und Niki Lauda als Aufsichtsratsvorsitzender das Formel-1-Führungsteam von Mercedes.

Wolff war seit Juli 2012 in der Geschäftsführung von Williams. Von dieser Funktion tritt er nun zurück, will jedoch Aktionär bei dem Rennstall bleiben. “Ich freue mich auf die Herausforderung”, erklärte er.

Mercedes hatte bereits vor mehreren Monaten den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda als Chef seines Formel-1-Aufsichtsrates verpflichtet. Wolff wäre dann im Motorsportbereich die zweite Führungsperson aus Österreich.

Nach der 22 Jahre währenden Ära Haug freut sich Daimler-Chef Dieter Zetsche auf den neuen Motorsportchef. “Mit Toto Wolff konnten wir nicht nur einen erfahrenen Motorsportler, sondern auch einen langjährigen Begleiter unserer Marke für unser Formel-1-Team gewinnen», erklärte Zetsche. «Wir werden gemeinsam mit ihm und Niki Lauda unsere Motorsportaktivitäten weiterentwickeln, um unsere Silberpfeile in die nächste Ära zu führen.”

Wolff soll die Schwaben wieder auf Erfolgskurs bringen

Wolff steht vor einer großen Herausforderung. Als neues Gesicht bei den Silberpfeilen muss er Mercedes nicht nur in der Formel 1, sondern auch im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) wieder auf Erfolgskurs bringen. Trotz des spektakulären Comebacks von Rekord-Champion Michael Schumacher 2010 hatten die Schwaben erst 2012 durch Nico Rosberg in China den ersten Grand Prix seit der Silberpfeil-Rückkehr vor drei Jahren geholt – und waren bald darauf erneut abgehängt worden.

Und auch auf der Baustelle DTM haben die erfolgsverwöhnten Schwaben Nachholbedarf. Markenrivale BMW schnappte ihnen in der abgelaufenen Saison gleich im ersten Jahr der Rückkehr den Titel weg.

Der Konzern hatte sich Mitte Dezember nach mehr als 22 Jahren von Haug getrennt. Unter der Führung des 60-Jährigen konnte Mercedes nach seiner Rückkehr in die Formel 1 als Werksteam nicht die erhofften Erfolge feiern.

Trotz der Verpflichtung des siebenmaligen Champions Michael Schumacher, der seine Karriere nach der vergangenen Saison endgültig beendet hat, glückte in den drei Jahren nur ein Grand-Prix-Sieg durch Nico Rosberg.

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dpa/Guido Kruschke