• 356 Coupé Mj. 1950/1951 mit Ferry Porsche (hinten), Wolfgang Porsche (vorne), Peter Porsche (links), Gerd Porsche (rechts) und Ferdinand Alexander Porsche (mit Sonnenbrille). - Bild: Porsche

    356 Coupé Mj. 1950/1951 mit Ferry Porsche (hinten), Wolfgang Porsche (vorne), Peter Porsche (links), Gerd Porsche (rechts) und Ferdinand Alexander Porsche (mit Sonnenbrille). - Bild: Porsche

  • Ferry Porsche mit seinem Sohn Wolfgang bei einer Versuchsfahrt 1954. - Bild: Porsche

    Ferry Porsche mit seinem Sohn Wolfgang bei einer Versuchsfahrt 1954. - Bild: Porsche

  • Die vier Porsche-Söhne in einem Porsche Spyder. Hinten grüßt Wolfgang Porsche. - Bild: Porsche

    Die vier Porsche-Söhne in einem Porsche Spyder. Hinten grüßt Wolfgang Porsche. - Bild: Porsche

  • Ferry Porsche im Porsche Typ 356 Cabriolet mit seinen Söhnen Ferdinand Alexander, Gerhard und Wolfgang (v.l.n.r.). - Bild: Porsche

    Ferry Porsche im Porsche Typ 356 Cabriolet mit seinen Söhnen Ferdinand Alexander, Gerhard und Wolfgang (v.l.n.r.). - Bild: Porsche

  • Feier des 25 jährigen Bestehens der Firma Porsche und der Fertigstellung des 10 000. Porsche Wagens am 16. März 1956. - Bild: Porsche

    Feier des 25 jährigen Bestehens der Firma Porsche und der Fertigstellung des 10 000. Porsche Wagens am 16. März 1956. - Bild: Porsche

  • Wolfgang Porsche im 10.000. Porsche Typ 356 A Coupé 1956. - Bild: Porsche

    Wolfgang Porsche im 10.000. Porsche Typ 356 A Coupé 1956. - Bild: Porsche

  • Porsche Ski Treffen in Zürs 1963. Neben den Porsche-Familienmitgliedern erkennt man Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein (2.v.l.). - Bild: Porsche

    Porsche Ski Treffen in Zürs 1963. Neben den Porsche-Familienmitgliedern erkennt man Porsche-Rennleiter Huschke von Hanstein (2.v.l.). - Bild: Porsche

  • Ferry Porsches Söhne bei Ferrys 60. Geburtstag. Hans-Peter Porsche, Gerhard Anton Porsche, Wolfgang Porsche und Ferdinand Alexander Porsche v.l.n.r.). - Bild: Porsche

    Ferry Porsches Söhne bei Ferrys 60. Geburtstag. Hans-Peter Porsche, Gerhard Anton Porsche, Wolfgang Porsche und Ferdinand Alexander Porsche v.l.n.r.). - Bild: Porsche

  • Le Mans 1981. Derek Bell, Jacky Ickx, Ferry Porsche und Wolfgang Porsche (v.l.n.r.). - Bild: Porsche

    Le Mans 1981. Derek Bell, Jacky Ickx, Ferry Porsche und Wolfgang Porsche (v.l.n.r.). - Bild: Porsche

  • Wagenübergabe des Porsche 959 am 25.4.1986 an Wolfgang Porsche. Das Bild  zeigt die \"Hersteller des 959\". - Bild: Porsche

    Wagenübergabe des Porsche 959 am 25.4.1986 an Wolfgang Porsche. Das Bild zeigt die \"Hersteller des 959\". - Bild: Porsche

  • Martina Navratilova und Wolfgang Porsche bei der Siegerehrung des Porsche Tennis Grand Prix 1989. - Bild: Porsche

    Martina Navratilova und Wolfgang Porsche bei der Siegerehrung des Porsche Tennis Grand Prix 1989. - Bild: Porsche

  • 1995 posiert Wolfgang Porsche vor dem Porsche 968 Cabriolet. - Bild: Porsche

    1995 posiert Wolfgang Porsche vor dem Porsche 968 Cabriolet. - Bild: Porsche

  • Ferry Porsche mit seinen Söhnen Hans-Peter, Gerhard, Ferdinand Alexander und Wolfgang an seinem 80. Geburtstag in Zell am See. - Bild: Porsche

    Ferry Porsche mit seinen Söhnen Hans-Peter, Gerhard, Ferdinand Alexander und Wolfgang an seinem 80. Geburtstag in Zell am See. - Bild: Porsche

  • Wolfgang Porsche mit dem 356/2 Gmünd Coupé am Schüttgut in Zell am See am 26. Mai 2008. - Bild: Porsche

    Wolfgang Porsche mit dem 356/2 Gmünd Coupé am Schüttgut in Zell am See am 26. Mai 2008. - Bild: Porsche

  • Wolfgang Porsche und die Nummer 1 - der Porsche 356 Roadster aus dem Jahr 1948. - Bild: Porsche

    Wolfgang Porsche und die Nummer 1 - der Porsche 356 Roadster aus dem Jahr 1948. - Bild: Porsche

  • Wolfgang Porsche im legendären Porsche 356 Roadster mit der Nummer 1. - Bild: Porsche

    Wolfgang Porsche im legendären Porsche 356 Roadster mit der Nummer 1. - Bild: Porsche

Geboren wurde Wolfgang Porsche am 10. Mai 1943 in Stuttgart als jüngster Sohn von Dorothea und Ferry Porsche, dem Begründer der Sportwagenmarke Porsche. Sein Großvater war der geniale Automobilkonstrukteur Ferdinand Porsche, der mit seinem Stuttgarter Konstruktionsbüro Automobilgeschichte schrieb. Untrennbar ist der Name des Porsche-Gründers mit dem VW-Käfer verbunden.

Die ersten sechseinhalb Lebensjahre verbrachte Wolfgang Porsche auf dem “Schüttgut” in Zell am See/Österreich, dem Gutshof seines Großvaters Ferdinand Porsche. 1950 kehrte die Familie mit dem Unternehmen nach Stuttgart zurück. 1965 absolvierte er das Abitur. Außerdem legte er die Gesellenprüfung als Schlosser ab. Anschließend studierte Porsche an der Hochschule für Welthandel in Wien mit Abschluss als Diplom-Kaufmann. Eine Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften folgte 1973.

Erfolgreicher Geschäftsmann und Porsche-Aufsichtsrat

Anders als sein Vater Ferry und Großvater Ferdinand trat Wolfgang Porsche nicht als Autokonstrukteur in Erscheinung. Und während sein Bruder Ferdinand Alexander als Designer des Porsche 911 in die Geschichte der Zuffenhausener Sportwagenschmiede einging, war der jüngste Porsche-Sprößling zunächst selbstständiger Unternehmer: Als geschäftsführender Gesellschafter der Firma Jamoto wurde er österreichischer Generalimporteur für Yamaha-Zweiräder. 1976 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete in Stuttgart für die damalige Daimler-Benz AG fünf Jahre als Vertriebsmanager in unterschiedlichen Bereichen im In- und Ausland.

1978 wurde er in den Aufsichtsrat der Porsche AG berufen, dessen Vorsitz er im Januar 2007 übernahm. Mit Gründung der Porsche Automobil Holding SE im Juni 2007 wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden dieser Gesellschaft gewählt. Seit dem 24. April 2008 gehört Wolfgang Porsche darüber hinaus dem Volkswagen-Aufsichtsrat an.

Zwischen Sportwagen und Almabtrieb

Nach dem Tod seines Vaters Ferry im Jahr 1998 wählte ihn die Porsche-Familie zu ihrem Sprecher. Der vierfache Vater lebt abwechselnd in Salzburg und auf dem “Schüttgut” in Zell am See, das er aus dem Familienbesitz erworben hat. Dort, im Salzburger Land, betreibt er einen alpenländischen Bio-Bauernhof mit rund 200 Milchkühen. Auch als leidenschaftlichen Jäger ist Porsche der Natur eng verbunden.

Wolfgang Porsche

Still und bescheiden. Wolfgang Porsche gilt als bodenständiger und traditionsbewusster Familienmensch. - Bild: Porsche

Im Mittelpunkt seines Lebens steht seit früher Jugend die Begeisterung für Sportwagen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte eine private Oldtimersammlung. Sie umfasst zahlreiche höchst seltene Porsche-Fahrzeuge, die von ihm regelmäßig bewegt werden.

Während seinen Cousin Ferdinand Piëch, den Autokonstrukteur, Manager und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden von Europas größtem Autobauer Volkswagen, eine Aura kühler Unnahbarkeit und kompromissloser Willenskraft umgibt, gilt Wolfgang Porsche als bodenständiger und traditionsbewusster Familienmensch.

Hohes Ansehen in der Porsche-Belegschaft

Porsche-Chef Matthias Müller würdigt den “unschätzbaren Wert” des Jubilars für den Sportwagenhersteller: “Dass ein Mitglied der Gründerfamilie unser Unternehmen aktiv international repräsentiert, ermöglicht den vielen Porsche-Freunden eine außergewöhnliche Identifikation mit der Marke und ihren Produkten.”

Bei den Arbeitnehmervertretern hat Porsche einen ungewöhnlich guten Ruf: “Er ist ein selbstbewusster Arbeitgeber mit einem großen Herzen”, sagt Betriebsratschef Uwe Hück. Mit seiner diplomatischen Art schaffte er es, die Interessen seiner Firma auch nach dem missglückten Übernahmeversuch von VW gegen die Dominanz seines Cousins Piëch zu sichern. Dem bescheinigte Porsche-Urenkel Peter Daniell Porsche vor gut einem Jahr die reine “Lust an der Macht”.

Der Jubilar sieht seine wesentliche Aufgabe heute und in Zukunft darin, das Werk, das sein Vater Ferry und sein Großvater Ferdinand Porsche begonnen und aufgebaut haben, zusammen mit den Mitgliedern der Familien Porsche und Piëch in deren Sinne fortzuführen und dass Porsche eine ebenso unverwechselbare wie eigenständige und starke Marke bleibt.

Eine starke Marke – der Tradition und der Zukunft verpflichtet

Aus dieser Grundhaltung heraus hat er nicht nur 1992 die Kapitalerhöhung maßgeblich mitgetragen, um so die Unabhängigkeit des Familienunternehmens zu sichern, sondern auch alle weiteren wichtigen Unternehmensentscheidungen mit beeinflusst: Hierzu zählen insbesondere die Erweiterung des Produktportfolios um den Roadster Boxster, den sportlichen Geländewagen Cayenne sowie den viersitzigen Gran Turismo Panamera, der Bau des Leipziger Werks und nicht zuletzt der Einstieg der Porsche AG beim Volkswagen-Konzern im Jahr 2005.

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Porsche/Bild/T-Online/Guido Kruschke