Cars on road highway in traffic jam

Die Menschen in Deutschland fahren insgesamt immer weniger mit dem Auto. (Bild: Adobe Stock / disq)

Das war bereits der fünfte Rückgang in Folge: 2018 waren es noch 39 Milliarden Kilometer mehr. Die sogenannte Inländerfahrleistung, bei der neben Pkw auch andere Kraftfahrzeuge vom Motorrad bis zum Omnibus und Sattelschlepper berücksichtigt werden, sank auf 709 Milliarden Kilometer. Hier war es allerdings erst der vierte Rückgang in Folge. Entscheidend für den Rückgang der Fahrleistung war, dass das Durchschnittsauto weniger bewegt wurde. Im Schnitt legte ein deutscher Pkw vergangenes Jahr 12.320 Kilometer zurück, 150 weniger als noch vor einem Jahr und ganze 1.791 weniger als noch 2014. Dieses Minus reichte aus, um den Anstieg im Fahrzeugbestand mehr als auszugleichen.

Wie weit ein durchschnittlicher Pkw gefahren wurde, hängt an mehreren Faktoren: So sind es bei Dieselautos im Schnitt 17.187 Kilometer, bei Benzinern nur 9.580. In der Kategorie sonstige Fahrzeuge, die unter anderem Elektroautos, Hybride und Gas-betriebene Fahrzeuge enthält, lag die durchschnittliche Fahrleistung bei 15.852 Kilometern.

Auch das Fahrzeugalter macht einen großen Unterschied: Autos, die ein bis drei Jahre alt waren, wurden im Schnitt knapp 2.300 Kilometer weiter gefahren als Fahrzeuge im Alter von vier bis sieben Jahren. Mit steigendem Fahrzeugalter nimmt die Fahrleistung immer weiter ab. Einer der Gründe dafür könnte sein, dass Firmen und Dienstfahrzeuge, die oft weite Strecken zurücklegen, in der Regel junge Autos sind. Dagegen nimmt die durchschnittliche Jahresfahrleistung mit steigender PS-Zahl zu: Autos mit weniger als 60 PS fahren im Schnitt weniger als 8.000 Kilometer, Autos mit mehr als 122 PS mehr als 14.900. Eigene Zahlen für höhere Leistungsbereiche enthält die KBA-Statistik nicht, obwohl inzwischen mehr als die Hälfte aller Pkw in Deutschland in die oberste Kategorie fällt.

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dpa