Kehrt in dramatisch neuer Optilk zurückauf die Autobühne: Lincoln Continental. Bild: Lincoln

Kehrt in dramatisch neuer Optilk zurückauf die Autobühne: Lincoln Continental. Bild: Lincoln

Offiziell enthüllt wird das Lincoln Continental Concept Car am 3. April auf der New York Autoshow. Einen Vorblick auf das, was da auf den Luxusmarkt zurollt und wie Ford den schlappen Absatz seiner darbenden Premium-Tochter in Schwung bringen will, gab Ford-Chef Markt Fields bereits am Sonntag (29. März) in Manhattan. Die Botschaft: der Lincoln Continental ist zurück und soll gleich in die Flaggschiff-Rolle der Marke schlüpfen. Dazu gibt das neue Modell einen tiefen Einblick in die neue Designlinie von Lincoln. Auffallend: die neue Linie bewegt sich deutlich weg von dem sehr auf den amerikanischen Geschmack zugespitzten Design. US-Motorjournalisten sprechen bereits vom dramatischsten optischen Wandel seit 50 Jahren.

Details zu dem Fahrzeug nannte Fields noch nicht. Offiziell handelt es sich beim neuen Lincoln um ein Concept-Fahrzeug, Kenner der US-Szene gehen aber davon aus, dass das Auto schon sehr nah an der Serienversion ist, die 2016 an den Markt kommen soll. Punkten will man mit dem neuen Flaggschiff gegen Mercedes S-Klasse, BMW 7er und Audi A8. Motorseitig soll der Luxusliner mit einem 3-Liter-V6 Ecoboost-Motor ausgestattet werden. Die Frage, ob man um den Continental eine eigene Modellfamilie aufbauen werde, ließ Fields unbeantwortet. Der Modellname “Continental” war im Jahr 2002 von der Bildfläche verschwunden. Damals hatte Ford auf Modellkürzel wie MKZ umgestellt. Man habe nun aber registriert, dass selbst in China der alte Name noch großen Klang habe.

Mit dem neuen Top-Modell schielt Lincoln vor allem auf die Märkte China und Nordamerika. China ist der Schlüsselmarkt in der Strategie, der Marke Lincoln globales Gewicht zu verleihen. Derzeit spielt die Ford-Tochter nur eine Nebenrolle. Mit knapp 94.500 verkauften Autos lag sie 2014 deutlich hinter dem US-Rivalen Cadillac zurück und Lichtjahre hinter dem deutschen Trio Audi, BMW und Mercedes-Benz. Bis 2020 will Ford-Chef Mark Fields den Absatz auf 300.000 Autos weltweitr verdreifachen. Der Großteil des Zuwachses soll aus China kommen. Dort wartet auf die Marke aber noch viel Basisarbeit: Derzeit hat Lincoln in China gerade mal 11 Händler, Ende des Jahres sollen es 25 sein.

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Frank Volk