Könnte die Vorlage für das China-Flaggschiff von Buick abgeben: Conceptcar Avenir. Bild: GM

Könnte die Vorlage für das China-Flaggschiff von Buick abgeben: Conceptcar Avenir. Bild: GM

Buick ist wohl die lebendigste tote Marke im Autogeschäft. In den USA zur Nischenmarke geschrumpft und in vielen Teilen der Welt überhaupt nicht präsent, ist ausgerechnt die uramerikanische Marke in China die schärfste Waffe von GM. Nach Einschätzung von IHS Automotive wird Buick im Jahr 2016 die Marke von einer Million verkauften Einheiten knacken. Und das, ohne dass es auch nur ein originäres Buick-Modell gäbe. Bei der Marke haben die US-Amerikaner die zweifelhafte Kunst auf die Spitze getrieben, Fahrzeuge anderer Konternmarken umzulabeln. So setzt sich das Protfolio derzeit aus Opel-, Holden- (die wiederum weitgehend mit Opel-Fahrzeugen identisch sind) und Chevrolet-Modellen zusammen. Beim auf der Shanghai Autoshow vorgestellten Verano handelt es ursprünglich um ein Chevrolet-Modell, das die Plattform mit dem Buick Excelle GT teilen wird. Der Excelle GT entstammt in direkter Linie dem Opel Astra Stufenheck.

Angesichts des Buick-Erfolgs in China reifen bei GM seit längerem Pläne, das Profil der Marke durch ein Flaggschiff-Modell zu schärfen. Entsprechende Gerüchte wurden durch das Conceptcar Buick Avenir beflügelt, das auf der Detroit Autoshow im Januar gezeigt wurde. Nun hat GM-Poduktchef Mark Reuss in Shanghai bestätigt, dass man überlege eine große Buick-Limousine zu bringen. Diese könnte auf der Plattform des Cadillac CT6 gebaut werden, der auch in Shanghai produziert werden soll. Konkret äußerte sich Reuss nicht, er unterstrich aber, dass die Architektur, auf der der CT6 gebaut wird, sehr flexibel sei. Denn eines ist jetzt schon klar: von den verwendeten Materialen sollen sich der Luxus-Cadillac und das Volumen-Schlachtschiff von Buick deutlich unterscheiden.

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Frank Volk