Beschichtungskabine der neuen Anlage. Das Verfahren soll Verbrennungsmotoren effizienter machen.

Beschichtungskabine der neuen Anlage. Das Verfahren soll Verbrennungsmotoren effizienter machen. (Bild: Sturm-Gruppe)

Weil die thermische Beschichtung von Zylinderlaufbahnen das Zeug dazu hat, konventionellen Motorenbaukonzepten mit Laufbuchsen den Rang abzulaufen, hat der Anlagenbauer Sturm-Gruppe zusammen mit dem Bearbeitungsspezialisten MAG IAS jetzt eine umfassende Automatisierungslösung für die Großserie vorgestellt. Die Anlage schließt die Funktionen Vorbehandlung, mechanische Bearbeitung und Inspektion ein.


In der als Weltneuheit eingestuften Anlage arbeitet das Sturm-Beschichtungszentrum ACCS TWS in einer modular verketteten Linie mit einem sogenannten Specht Bearbeitungszentrum des Werkzeugmaschinenherstellers MAG IAS zusammen. Die beiden kooperierenden Unternehmen formieren damit eine Turn-Key-Anlage für die Serienfertigung von Zylinder-Kurbelgehäusen mit thermischer Laufbahnbeschichtung.
Es ist auch möglich, auf den gleichen Maschinen neben dem RSW-Verfahren (Rotating Single Wire) alternativ auch auf das APS-Verfahren (Atmosphärisches Plasmaspritzen) zurückzugreifen, was ein Höchstmaß an Flexibilität eröffnet.

Mit neuen Aufrauverfahren, die MAG IAS nach eigenen Angaben mit verschiedenen Werkzeugherstellern getestet und weiterentwickelt hat, soll sich die Wirtschaftlichkeit der Oberflächenaktivierung vor allem gegenüber dem Hochdruckwasserstrahlen deutlich verbessern.
In die Maschine ist ein Cylinder Inspector (CI) integriert, der hauptzeitparallel die Oberfläche vor und nach dem Beschichten scannt. Damit wird der Prozess geregelt bzw. werden n.i.O-Teile automatisch ausgeschleust. Auch für die Fertigbearbeitung nach dem Beschichten eröffnen sich neue Ansätze. Hier spielt beispielsweise die Hontechnologie auf dem MAG Bearbeitungszentrum eine entscheidende Rolle, da auf dem Bearbeitungszentrum in einer Aufspannung sowohl der Honfreigang als auch die Fase bearbeitet, sowie die Zylinderbohrung schruppgehont werden. Dieses Verfahren läuft bereits seit gut einem Jahr mit großem Erfolg in der Serienproduktion. Alternativ ist auch das Feinbohren der Beschichtung mit anschließendem Fertighonen auf dem Bearbeitungszentrum möglich.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten für die Bearbeitungsstrategie: Für bestehende Linien kann die Beschichtungslösung als Bypass konfiguriert und für neu geplante Fertigungslinien kann der Prozess auch voll in eine Linie integriert werden.
Geschäftsführer Wilhelm Sturm rechnet damit, in diesem Jahr bis zu fünf Anlagen verkaufen zu können.

Christian Klein

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