Renault The Future is Neutral

Renault-CEO Luca de Meo und Jean-Philippe Bahuaud, CEO von The Future is Neutral. (Bild: Renault)

Kurzfristig zielt das Unternehmen darauf ab, bestehende Geschäftsbereiche auszubauen und neue Lösungen zu entwickeln. Bis 2030 soll The Future is Neutral einen Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro und eine Marge von über zehn Prozent erreichen, heißt es bei Renault. Um die Entwicklung zu beschleunigen, sollen externe Partner das Unternehmen bis 2030 mit rund 500 Millionen Euro kofinanzieren.

„Heute machen wir einen weiteren Schritt in unserem langjährigen Engagement für die Kreislaufwirtschaft. Unsere Tochtergesellschaften Gaia, Indra und Boone Comenor sowie die Refactory in Flins haben bereits bewiesen, dass wir Aktivitäten entwickeln können, die während des gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Mehrwert schaffen“, sagt Renault-CEO Luca de Meo.

Jedes Jahr erreichen in Europa mehr als elf Millionen Fahrzeuge das Ende ihres Lebenszyklus. Obwohl die Autos zu 85 Prozent aus recycling-fähigem Material bestehen, liegt der Anteil an wiederverwerteten Rohstoffen in Neufahrzeugen laut Renault nur bei rund 20 bis 30 Prozent. Entsprechende Ressourcen stammen zudem aus allen Industriezweigen, während das aus Altfahrzeugen gewonnene Material meist in der Metallverhüttung oder im Bauwesen genutzt wird.

„Im Automobilsektor ist die erste ungenutzte Ressource das Auto selbst, das zu mehr als 85 Prozent aus Metallen und Kunststoffen besteht. The Future is Neutral bündelt das Know-how, um dieses Potenzial in neue Wachstumshebel umzuwandeln“, erklärt Jean-Philippe Bahuaud, CEO von The Future is Neutral. „Das Unternehmen führt die Automobilindustrie zur Ressourcenneutralität, indem es aus jedem Fahrzeug die maximale Menge an Material gewinnt, die zum Bau eines neuen Modells benötigt wird.“

The Future is Neutral soll sich künftig auf ein Netz von Tochtergesellschaften und Partnern berufen können, um die eigene Aufgabe optimal wahrzunehmen. Konkret stützt sich der Renault-Ableger etwa auf die Tochtergesellschaft Gaia, die in der Refactory Flins die Reparatur von Batterien und die Materialsammlung sowie das entsprechende Recycling betreut. Mit seinem Referenzpartner Suez besteht das Unternehmen noch aus zwei weiteren Gesellschaften: Indra, mit mehr als 370 zugelassenen Zentren für die Verwertung von Altfahrzeugen in Frankreich sowie Boone Comenor, einem Spezialisten für das Recycling von Metallschrott aus der Industrie.

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