| von Götz Fuchslocher
reden bannder

Mit dem Kauf des Experten für Infotainment und Sicherheitsdienstleistungen Harman durch den koreanischen Technologieriesen Samsung entsteht ein gewichiger Player auf dem Feld der Assistenzsysteme. Der Acht-Milliarden-Dollar-Deal bringt das Know-how Harmans bei Audiotechnik sowie Navigations- und Sicherheitssystemen mit Samsungs Expertise in der Mobilfunktechnik sowie bei Speichern und Mikroprozessoren zusammen. Wie Young K. Sohn, President von Samsung Electronics, in der WirtschaftsWoche äußerte, will man der Lieferant für Hirn und Nerven künftiger intelligenter Fahrzeuge werden. Harman-Chef Dinesh C. Paliwal hebt hervor, dass es um Zusammenarbeit und nicht um Unterordnung gehe.

Mit Blick auf das Connected Car bewegen Harman auf der CES die Themen Cybersecurity, Fahrerassistenzsysteme sowie User Experience. Ein junges Projekt mit dem Anbieter für vernetzte Dienstleistungen für Fahrzeuge, Airbiquity, fokussiert die Cybersicherheit. Dabei handelt es sich um ein Komplettsystem zum Erkennen und Verhindern unerlaubten Eindringens in die IT vernetzter Fahrzeuge. „Car Hacking ist eine sehr reale Bedrohung, die mit der zunehmenden Vernetzung, mehr autonomen Fahrzeugen und dem stetig wachsenden Internet of Things immer mehr an Bedeutung gewinnen wird“, sagt Saar Dickman, Vice President, Automotive Cyber Security bei Harman. Durch die Kombination von Harmans „Intrusion Detection and Prevention“-System im Fahrzeug mit Airbiquitys Cloud-basierter Choreo-Plattform für die Bereitstellung von Serviceleistungen sowie einer Software- und Datenmanagementlösung biete man die aktuell robusteste Möglichkeit zum Erkennen von und Reagieren auf Bedrohungen für vernetzte Fahrzeuge, heißt es.  Mit seiner automatisierten User Interface Entwicklungs-Suite wendet sich Harman an Fahrzeughersteller, um ihnen eine Lösung für die Entwicklung nahtlos verbundener und sicherer Multi-Screen Infotainment-Systeme zu bieten. Eine flexible IT-Architektur, die es laut Sanjay Dhawan, President Connected Services bei Harman, erlaube, zweckmäßige HMI-Schnittstellen zu entwickeln und ein vielfältiges Anwendererlebnis zu unterstützen.

Auf dem Radar: Mobilfunkstandard 5G

Qualcomm ist ein Marktführer auf dem Gebiet der 3G-Technologie. Die Kalifornier gaben erst im Oktober die Übernahme des Chipproduzenten NXP Semiconductors bekannt. Bei den Experten stellt man mit Blick auf die Zukunft des Automobils die Frage, wie man die Anbindung an die Infrastruktur erweitern kann. Eine strategisch wichtige Rolle spiele dabei der Mobilfunkstandard 5G, wie Thomas Nindl, Director Business Development beschreibt. Car-to-Car-Kommunikation gelinge mit LTE, die Pace werde mit Blick auf das autonome Fahren aber mit 5G gesetzt, so die Experten, aus deren Perspektive sich künftig nicht die Frage stellt, wo man im Auto ein Steuergerät platziert, sondern vielmehr, wie sich die Infrastruktur drum herum anpasst. Den kommenden Standard 5G haben auch die Spezialisten für Sende- und Empfangssysteme in der mobilen Kommunikation beim deutschen Hersteller Hirschmann im Auge. Mit einem neuen Antennenmessplatz am Standort Neckartenzlingen will man die Entwicklungszeiten der zukünfigen 5G-Antennensysteme erheblich verkürzen. Herzstück des neuen Messplatzes ist ein rechnergestütztes Testsystem sowie eine geschirmte Hochfrequenz-Testkammer, die externe Störquellen unterdrückt und zuverlässige Tests ermöglichen soll.  Der nächste Level einer mobilen und vernetzten Welt klopft also bereits im Januar an die Tür.

Schlüssel für autonomes Fahren

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