Produktion bei SEG Automotive

SEG Automotive produziert Lösungen für die 48V-Hybridisierung und Elektrifizierung. Auf der IAA 2019 präsentiert der Zulieferer neuartige Produkte, die zur Senkung der Fahrzeug-Emissionen beitragen können. Bild: SEG Automotive

Der Zulieferer SEG Automotive entwickelt Lösungen, um mit seinen Produkten einen Beitrag zur weltweiten Reduzierung von CO₂-Emissionen beizutragen. Zwar gibt es dafür keine universelle Antwort. Offenbar hat sich die 48V-Hybridisierung als kostengünstige und einfach zu integrierende Lösung im Automotive Bereich etabliert. Die zweite Generation der Boost Recuperation Machine (BRM) soll auf den Stärken ihres Vorgängers aufbauen und eine einfache Integration und niedrigere Systemkosten ermöglichen. Zugleich steigert dieses Modell (BRM 2.8) nach Angaben des Zulieferers alle Leistungskennzahlen wie Startmoment, Boostleistung und Dauerleistung. Möglich sei dies durch eine kompakte Bauweise mit beeindruckender Leistungsdichte und außerordentlichem Wirkungsgrad. Die verbesserte Rekuperations-Spitzenleistung von 15 kW erhöhe weiter das Einsparpotenzial an CO₂-Emissionen und Kraftstoff – selbst im Vergleich zu Start-Stopp-Systemen lässt sich der Verbrauch um bis zu 8% senken, heißt es. "Die neue BRM 2.8 ist ein äußerst kosteneffizientes Produkt. Sie hilft unmittelbar dabei, die Ziele für den Klimaschutz und den Flottenverbrauch zu erreichen. Damit ist die BRM 2.8 die ideale kurz- und mittelfristige Lösung für die Bedürfnisse von OEMs auf der ganzen Welt", sagt Dr. Peter Sokol, COO von SEG Automotive.

Produktion eines Starters bei SEG Automotive
Produktion eines Starters bei SEG Automotive: Durch die Start/Stopp reduzieren die Produkte nach Angaben des Herstellers zudem den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen. Gleichzeitig sollen sie neue Zusatzfunktionen wie das Segeln bei abgeschaltetem Motor ermöglichen. Bild: SEG Automotive

Zudem stellt SEG Automotive auf der IAA 2019 eine 25kW E-Maschine (E 1.25) vor. Die Flexibilität der EM 1.25 erstrecke sich über die Mildhybridisierung hinaus: Sie liefere ausreichend Leistung, um 48V-Vollhybride oder sogar kompakte 48V-Elektrofahrzeuge anzutreiben - zum Beispiel durch zwei EM 1.25 an der Hinterachse, heißt es dazu vom Zulieferer. Diese Lösung würde geringere Kosten verursachen als aktuelle Hochvolt-EVs, die eine spezielle Sicherheitsarchitektur erfordern. "48V-Fahrzeuge werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die globalen CO₂-Emissionen von Autos deutlich zu reduzieren. Mit der EM 1.25 bieten wir eine effiziente Lösung für eine Vielzahl von Anwendungsfällen, vom Mildhybrid bis hin zu kleinen EVs, zum Beispiel für den Stadtverkehr", sagt Dr. Peter Sokol, COO von SEG Automotive. "Die EM 1.25 bildet auch die Grundlage für weitere Forschung und Investitionen hinsichtlich Hochvoltlösungen – immer angetrieben von unserer Leidenschaft für Innovation." Weitere wesentliche Vorteile der neuen elektrischen Maschine von SEG Automotive sollen ihre Laufruhe und ihr sehr hoher Wirkungsgrad sein. Angetrieben von einem zuverlässigen 6-Phasen-PMSM (Permanentmagnet-Synchronmotor) zeichnet sich die EM 1.25 durch verminderte Vibrationen und Geräusche sowie geringere Verluste im Vergleich zu herkömmlichen 3-Phasen-PMSMs aus.