Svolt Lithium-Ionen-Batterien

Svolt präsentiert auf der diesjährigen IAA neue Lithium-Ionen-Batteriezellen. Die Chinesen planen auch mit einer verstärkten Produktion in Europa. In welchem europäischen Land die erste ausländische Produktionsstätte von Batterien gebaut wird. Bild: Svolt

Svolt gibt neue Produkte und „Engagement in Europe“ auf der IAA 2019 bekannt, um nach eigenen Angaben die europäische Elektromobilität in das "Stacking-Zeitalter" zu befördern. Dazu plant der Hersteller eine stärkere Produktion in Europa und auch eine Kooperation mit europäischen Automobilherstellern schließt der Automobilzulieferer für Traktionsbatterien demnach nicht aus. Im Bestreben, mit europäischen Automobilherstellern zu kooperieren, erklärte Svolt die Vision des Unternehmens von einer innovationsorientierten Elektromobilität, die durch sogenannte „Stacking-Verfahren“ befähigt werden soll. Auf der IAA 2019 gab das Unternehmen ein langfristiges Engagement auf dem europäischen Markt bekannt, um auch auf diesem Kontinent die eigenen Services stärker lokalisieren zu können. Neben den Produkteinführungen erläuterte Svolt zudem die mittel- und langfristige Vision des Unternehmens für die Beschleunigung der Zukunftstransformation der Elektromobilität in Europa. Weltweit plant das Unternehmen sieben weitere Produktionsstätten zu etablieren. Dabei hat der Konzern auch den europäischen Markt im Fokus und investiert nach eigenen Angaben 2 Milliarden EUR (2,24 Milliarden USD), um eine Fabrik für 24GWh-Batterien und eine Fabrik mit einer Kapazität von 40.000 Tonnen Kathodenmaterialien in Europa zu errichten. Dieser Schritt soll die Unternehmensentscheidung verdeutlichen, um die eigenen Services und die Lieferkette im europäischen Markt verstärkt lokalisieren zu können. Mit dem Bau der neuen Batteriefabrik wird bereits vor dem zweiten Quartal des Jahres 2020 begonnen werden können, heißt es. Das Projekt, das aus vier Phasen bestehe, soll erwartungsgemäß im Frühjahr 2023 die erste Bauphase abschließen und den Betrieb mit einer anfänglichen Produktionskapazität von 6 GWh aufnehmen können. Wo die neue europäische Batteriefabrik allerdings entstehen soll, ließ das Unternehmen offen. Allerdings gab Svolt bekannt, dass die Bauphase in Europa im 2. Halbjahr 2020 beginnen könnte.

Svolt Energy Technology auf der IAA 2019
Svolt auf der IAA 2019: Der Batteriezellen-Hersteller plant Fabrikstandort in Europa. Auf Automobilmesse in Frankfurt bekräftigte das chinesische Unternehmen außerdem sein Engagement für Europa. Bild: Svolt Energy Technology

„Europa ist ein wichtiger weltweiter Knotenpunkt für die Produktion, Forschung und Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Wir hoffen mit lokalen Vorreitern in der Elektrofahrzeugbranche zusammenarbeiten zu können, indem wie Forschungszentren und Fabriken in der Region aufbauen. Svolt freut sich darauf, gemeinsam mit europäischen Partnern Lithium-Ionen-Batterien für die Automobilindustrie zu entwickeln, um die Transformation der Elektromobilität zu beschleunigen“, so Hongxin Yang, Geschäftsführer des Unternehmens. Nach eignen Angaben hat das Unternehmen die Sicherheit der Produkte, die Reichweite und Kosten optimieren können, um die Wettbewerbsfähigkeit durch den Einsatz von Hochgeschwindigkeits-Stacking-Technologie in prismatischen Batterien vor den Mitbewerbern steigern zu können, heißt es. Die Technik steigere die Energiedeichte einer Batterie im Vergleich zum Wickelprozess um 5 % und die Lebensdauer um 10 %, während Kosten dabei gesenkt werden können. „Unter den neuen Technologien und Normen, die sich in diesem Bereich durchsetzen werden, wird sich eine der am stärksten ausgeprägten Evolutionen durch den Wechsel vom „Wickeln“ hin zum „Stacking“ während des Produktionsprozesses abzeichnen. Wir werden schon bald das "Zeitalter des stackings" für Lithium-Ionen-Batterien einleiten", so Hongxin Yang.

Svolt Energy Technology auf der IAA 2019
Der erste Kunde des Werks wird wahrscheinlich nach Einschätzung von Experten Great Wall Motor selbst sein, Svolt befinde sich aber auch in Gesprächen mit „deutschen und französischen Autoherstellern“. Das unternehmen strebe auch eine Kooperation mit europäischen Automobilherstellern an, hieß es im Rahmen der IAA 2019. Bild: Svolt Energy Technology
  • Akkus aus dem VW-Elektrifizierungsbaukasten MEB

    Die Akkus aus dem VW-Elektrifizierungsbaukasten MEB müssen in der Regel nach etwa zehn Jahren ausgetauscht werden. Bild: Volkswagen

  • BMW i3

    Beim BMW i3 stehen in etwa in fünf Jahren die ersten Tausch-Batterien. Bild:

  • Audi E-Tron Prototyp

    Audi verweist auf die Garantie für die Batterie über acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer. Bild: press-inform / Audi

  • Automobilakkus

    Nach acht bis zehn Jahren haben die Automobilakkus an Leistungsfähigkeit eingebüßt. Bild: Nissan

  • Renault Zoe

    Wenn es an den Austausch der Batterien im Renault Zoe geht, haben die Franzosen noch nichts im Programm. Bild: press-inform / Renault

  • BMW - Austauschprogramm für die i3-Akkus

    BMW hat bereits ein Austauschprogramm für die i3-Akkus angeboten, das aber mangels Nachfrage eingestellt wurde. Bild: BMW

  • Nissan Leaf

    Nissan bietet für den Leaf ein Austauschprogramm für Batterien an. Bild: Nissan

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    Bei der Amsterdam Arena werden Nissan Leaf Batterien als Speicher eingesetzt. Bild: press-inform / Nissan

  • VW I.D. 3

    Der VW I.D. 3 soll zum Erfolgsmodell werden. Bild:

  • VW I.D. Crozz II

    VW I.D. Crozz II. Bild: Volkswagen