VW Zeichen auf einem schwarzen Auto.

Derzeit wickle VW etwa 15.000 solcher Fälle pro Woche ab. Bild: Simon_pixabay

Knapp vier Monate, nachdem der Autobauer im Abgas-Skandal einen ersten Milliarden-Vergleich mit US-Zivilklägern abgeschlossen hatte, sind bereits Wiedergutmachungen an über Hunderttausend Dieselbesitzer geflossen. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Statusbericht hervor.

Demzufolge hat VW bis 18. Februar Rückkäufe, Umrüstungen und Leasing-Stopps für rund 323.000 Fahrzeuge mit illegaler Abgastechnik angeboten. Bei 137.985 Wagen sei das Entschädigungsverfahren bereits abgeschlossen, im Rahmen dieser Maßnahmen habe der Konzern bislang knapp 2,9 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro) ausgezahlt.

Derzeit wickle VW etwa 15.000 solcher Fälle pro Woche ab. Der Konzern muss sicherstellen, dass bis Mitte 2019 mindestens 85 Prozent der vom Skandal betroffenen Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen oder in gesetzeskonformen Zustand umgerüstet werden, um weitere Strafen zu vermeiden. 28 Prozent habe man bisher erreicht, so der Statusbericht.

Das Entschädigungsprogramm war am 1. November gestartet worden, nachdem VW bei rund 480.000 Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren einen Vergleich über 14,7 Milliarden Dollar erzielt hatte. Später stiegen die Rechtslasten durch weitere Vergleich deutlich. Der Konzern hatte im September 2015 gegenüber den US-Behörden eingeräumt, in großem Stil Abgaswerte beim Schadstoff Stickoxid manipuliert zu haben.