Knorr-Bremse, Haldex, Übernahme, Kartellbehörde

Das Angebot von Knorr-Bremse unterliegt der Bedingung einer Annahmequote von mehr als 50 Prozent aller ausstehenden Haldex-Aktien. Bild: Haldex

Dazu seien in den vergangenen Wochen konstruktive Gespräche mit den zuständigen Aufsichtsbehörden geführt worden. Sollte am Ende der Annahmefrist die Annahmequote erfüllt sein, aber die kartellrechtlichen Freigaben noch nicht vorliegen, will Knorr-Bremse nach einer Mitteilung vom Freitag die Annahmefrist verlängern. Dann erhielten Aktionäre, die ihre Aktien bereits angedient hätten, die Möglichkeit, die Andienung rückgängig zu machen.

Das Board of Directors des schwedischen Nutzfahrzeugteilelieferanten hatte am Dienstag seinen Aktionären empfohlen, die Übernahmeofferte von Knorr-Bremse anzunehmen, sofern die nötigen kartellrechtlichen Genehmigungen vorliegen. "Wir freuen uns, dass das Haldex-Board die Attraktivität und den höheren Wert unseres Angebots gegenüber den Aktionären hervorhebt", sagte Klaus Deller, Chef von Knorr-Bremse. Die Verbindung beider Unternehmen werde es ermöglichen, ein noch "breiteres und wettbewerbsfähigeres" Produktangebot zu entwickeln. Damit soll die Voraussetzung für profitables Wachstum geschaffen werden.

Mitte Juli hatte ein Übernahmekampf um Haldex begonnen, bei dem drei Bieter Offerten mit unterschiedlichen Preisen abgegeben hatten. SAF-Holland war schon Ende August ausgeschieden, ZF Friedrichshafen mit ihrem Übernahmeangebot Anfang Oktober gescheitert. Nur die Offerte von Knorr-Bremse zum Preis von 125 Schwedischen Kronen je Haldex-Aktie ist noch offen. Aktionäre können ihre Aktien dem Bremsenhersteller bis zum 5. Dezember andienen.

Haldex hatte sich vorher trotz der höheren Offerte von Knorr-Bremse immer für das Angebot von ZF Friedrichshafen ausgesprochen, weil es hier keine regulatorischen Risiken geben soll. Das Angebot von Knorr-Bremse unterliegt der Bedingung einer Annahmequote von mehr als 50 Prozent aller ausstehenden Haldex-Aktien.