Continental Urea Sensor

Der Harnstoff-Konzentrations-Sensor (Urea Sensor) erfasst den Füllstand, die Qualität und die Temperatur einer wässrigen Harnstoff-Lösung im „AdBlue-Tank und trägt zur Reduzierung der Stickoxid-Emissionen bei. Bild: Continental

Wie Continental meldet, rückt man mit einem kompletten AdBlue-Dosiersystem den NOx-Emissionen zu Leibe. Zu den Hauptkomponenten des Systems, das in der neuen Diesel-Motorenfamielie eines deutschen Herstellers zum Einsatz kommt, zählen der Injektor, ein Tankflansch-Modul, das unter anderem die Pumpe beinhaltet, sowie ein eigenes Steuergerät. Die elektronische Schaltzentrale, die mit dem Motorsteuergerät gekoppelt ist, steuert nicht nur den Injektor an, sondern regelt etwa auch den Pumpendruck und diagnostiziert den Füllstand des AdBlue-Tanks.

„Als eines der ersten Systeme im Pkw-Markt misst dieses Modell die Harnstoff-Konzentration der Flüssigkeit im AdBlue-Tank. Mit Hilfe des so genannten Harnstoff-Konzentrations-Sensors (Urea Sensor) im Tankflansch-Modul erkennt das System daher, ob zum Beispiel Wasser oder eine zu niedrig konzentrierte Lösung eingefüllt wurde“, ergänzt Dr. Markus Distelhoff, Leiter des Geschäftsbereichs Fuel and Exhaust Management der Division Powertrain.

Das SCR-System ist hier nicht im Unterbodenbereich, sondern direkt am Motor platziert, um optimale Betriebstemperaturen für die Abgasnachbehandlung zu gewährleisten. Das bedeutet zugleich, dass der Injektor für Umgebungstemperaturen von 200 Grad und mehr ausgelegt sein muss. Daher kommt hier das erste wassergekühlte AdBlue-Einspritzventil von Continental zum Einsatz.

Und auch vor Kälte ist das Dosiersystem geschützt: Weil die Harnstofflösung bei Temperaturen von unter minus elf Grad gefriert, sind das Tankflansch-Modul und der Injektor durch eine beheizbare Leitung verbunden, die auch von der Continental-Division ContiTech am Markt angeboten wird.

Diesel-Technologie mit niedrigen CO2-Emissionen

Wie der Zulieferer mitteilt, erziele man gerade mit Blick auf die ab September des kommenden Jahres für die Typgenehmigung erfolgende Abgasmessung unter realen Fahrbedingungen - Real Driving Emissions (RDE) - gute Ergebnisse. So haben erste Tests, bei denen auch das Fahrzeug mit der neuen Dieselgeneration beteiligt war, gezeigt, dass saubere Diesel möglich seien.

„Wir freuen uns sehr, dass wir an der Entwicklung dieser zukunftsweisenden neuen Motorenfamilie mitwirken konnten“, sagt Wolfgang Breuer, Leiter des Geschäftsbereichs Engine Systems der Continental-Division Powertrain. „Die jüngsten Testergebnisse im praktischen Fahrbetrieb zeigen eindrucksvoll, dass die Diesel-Technologie mit ihren niedrigen CO2-Emissionen auch künftig eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgase spielen kann, wenn sie mit einer leistungsfähigen Abgasnachbehandlung kombiniert ist.“