Smart Robots BMW Logistik

Die autonomen Vehikel unterfahren Rollcontainer und nehmen sie auf. Bild: BMW

Den Standort Wackersdorf definiert BMW als logistischen Knotenpunkt für die Materialsteuerung und sequenzgenaue Lieferung an BMW Group Standorte in zehn Ländern. Zudem befindet sich in Wackersdorf unter anderem die Cockpitfertigung für mehrere Werke.

Im Bereich Smart Logistics entwickelt die BMW Group innovative und zukunftsweisende Logistiksysteme weiter: „Die Entwicklung des sogenannten Smart Transport Robots ist für die BMW Group ein wesentlicher Meilenstein für die Digitalisierung und Autonomisierung in der Produktionslogistik. Dieses Innovationsprojekt leistet einen wichtigen Beitrag für agile Lieferketten, die sich in der Logistik und Produktion schnell und flexibel an veränderte Rahmenbedingungen anpassen“, so Dr. Dirk Dreher, Leiter Auslandsversorgung bei der BMW Group.

Neben der BMW Group ist das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) an dem Projekt beteiligt. Die Zusammenarbeit im sogenannten „BMW Enterprise Lab for Flexible Logistics“ besteht seit September 2015 und verfolgt das Ziel, Zukunftslösungen für den Logistikbereich zu erforschen. Erste Ergebnisse werden auf der Messe LogiMAT 2016, vom 8. bis 10. März 2016 in Stuttgart auf dem Stand des Fraunhofer IML (Halle 1, Stand 1/K61) sowie im Forum „Neue Transportroboter – flink, stark, vielseitig“ vorgestellt.

Die zukünftigen Einsatzgebiete der Smart Transport Roboter sehen deren Entwickler in den Bereichen Packbetriebe sowie der Montagelogistik. Durch die Automatisierung vereinfacht sich die Materialbestellung für die Verpackungsmitarbeiter und Bereitstellfläche im „Supermarkt“ wird gespart.

Die koffergroßen Transportroboter kommunizieren mit Funksendern und sind mit einer digitalen Karte ausgerüstet . Durch die Abstandsmessung zu drei Funksendern berechnet das autonome Vehikel die exakte Position und den Fahrweg. Mit Sensoren erkennt und reagiert es auf kritische Situationen und nutzt gemeinsam den Fahrweg mit Menschen und anderen Fahrzeugen. Im späteren Serienbetrieb sollen 3D-Kamerasysteme eine noch präzisere Navigation ermöglichen.

Der Transportroboter benötigt keine im Boden installierten Induktionsschleifen zur Navigation, sondern er kann sich frei im Raum bewegen. Die batteriebetriebenen Funksender, die an den Hallenwänden montiert sind, können ohne großen Mehraufwand flexibel und kostengünstig auf weitere Logistikbereiche erweitert werden. Seine Energie für acht Stunden Einsatz bezieht das Fahrzeug aus wiederverwendeten BMW i3 Batteriemodulen. Der Serienbetrieb des Systems soll „noch in diesem Jahr“ stattfinden.