VariKa gestartet

Kick-off am EDAG-Standort Fulda: Die VariKa-Teams stammen von EDAG, FFT, Opel, FKM und dem Fraunhofer LBF. Bild: iwd

Der Kunstname VariKa des BMWi-Forschungsprojekts steht für „VARIantenreiche, ultraleichte, metallische FahrzeugKArosserien“. Im Rahmen einer 36-monatigen Forschungskooperation werden die Projektpartner EDAG, FFT, Opel, FKM und Fraunhofer LBF von 2017 bis 2020 eng zusammenarbeiten. Umgesetzt werden soll die Vision einer updatefähigen Produktionstechnik: Mit 3D-Technologie und vorrichtungslosem Fügen wird ein skalierbarer Batterieträger für Elektrofahrzeuge realisiert, der die technische Machbarkeit und das wirtschaftliche Potential dieser Technologie insbesondere bei hoher Variantenvielfalt in kleinen Stückzahlen demonstrieren kann.

Das Projekt im Programm „Digitale Technologien für die Wirtschaft“  zielt also auf ein vernetztes Produkt- und Produktions-Engineering mit 3D-Technologien für die industrielle Anwendung  am Beispiel variantenreicher Fahrzeugkarosseriekomponenten.

Das auf ein finanzielles Volumen von rund 3 Millionen Euro veranschlagte Projekt unter der industriellen Federführung von EDAG wird durch das BMWi mit etwa 1,8 Millionen Euro gefördert und vom Projektträger DLR betreut.

Die EDAG Gruppe bringt als ganzheitlicher Entwicklungsspezialist ihre Expertise im Engineering, dem Protypenbau, der additiven Fertigung und der digitalen Produkt- und Produktionsanlagenentwicklung mit in das Forschungsprojekt ein. Opel engagiert sich in der Rolle als Automobilhersteller und Anwender innovativer Dienstleistungen. Die FFT wird die Prozesstechnik zum Fügen von additiv gefertigten Bauteilen erarbeiten.

Zu der gewählten Fügetechnik wird ein vorrichtungsloses Fertigungskonzept auf Basis von FFT Leichtbaugreifern entwickelt und mit Hilfe der virtuellen Inbetriebnahme dargestellt. FKM in seiner Rolle als Auftragsfertiger für lasergenerierte Bauteile ist einer der Pioniere in der Anwendung des industriellen metallischen 3D-Drucks.

Das beteiligte  Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF ist eine namhafte Forschungseinrichtung, deren fachübergreifende Expertenteams maßgeschneiderte, marktorientierte Lösungen für maschinenbauliche Komponenten, vor allem für sicherheitsrelevante Bauteile und komplexe Systeme, entwickeln, bewerten und realisieren. Die Expertise zur experimentellen und numerischen Beanspruchbarkeitsanalyse fließt in die Bewertung und Bemessung additiv gefertigter und zyklisch belasteter Komponenten des Projektes  VariKa ein.