Audi V8 TDI

Nicht nur groß, sondern auch voller High-Tech: Der neue V8-TDI von Audi. Bild: Audi

Audi präsentierte mit seinem neuen V8-TDI ein komplett neu entwickeltes Aggregatekonzept mit Registeraufladung in Kombination mit einem elektrisch angetriebenen Verdichter – eine Weltpremiere. Mithilfe des Verdichters (EAV) sei eine im Dieselsegment bis dato nicht gekannte Anfahrperformance (von 0 auf 100 km/h in 4,8 s) vorhanden, erklärte Andreas Fröhlich, Leiter der V-Dieselmotorenentwicklung bei Audi. Um die Register-Biturbo-Aufladung maximal dynamisch zu gestalten, werde das Audi Valvelift System (AVS) eingesetzt – dabei erfolge über ein zweiflutiges Abgaskrümmersystem die Anströmung des zweiten Turboladers durch sequentielle Zuschaltung von Auslassventilen. Erstmals kommt bei Audi ein 48-Volt-Teilbordnetz zum Einsatz und ergänzt die konventionelle 12-Volt-Umgebung. 

Der neue V8-TDI schöpft seine Leistung von 320 kW bei einem maximalen Drehmoment von 900 Nm aus 4,0 Liter Hubraum. Noch in der ersten Jahreshälfte wird das neu entwickelte Aggregat im SQ7 mit 8-Stufen-tiptronic und Quattro-Antrieb zum Einsatz kommen und ist auch für andere Konzernmodelle vorgesehen.

Auch BMW präsentierte in Wien seinen neuen Top-Diesel. Auf Basis des bereits 2015 eingeführten Sechszylinder-Dieselmotors hat der Premiumhersteller eine Top-End-Variante für den neuen 7er, später auch für weitere Fahrzeuge, entwickelt. Mit diesem Motor zeige BMW die Potenziale, die in Dieselmotoren stecken, erneut auf, sagte Fritz Steinparzer, Leiter der Dieselmotorenentwicklung bei BMW Steyr. Kernelement des neuen Motors sei die neu konzipierte permanente zweistufige Aufladung, bestehend aus zwei Niederdruck- und zwei Hochdruck-Abgasturboladern. Die Leistung des 3,0-l-Sechszylinders erhöhte sich von 280 kW auf 294 kW (400 PS) bei einem Drehmoment von 760 Nm, dabei konnten Verbrauchsreduktionen von im Mittel vier bis zu sechs Prozent erzielt werden.

Als drittes Highlight im Reigen der neuen Selbstzünder präsentierte Alfa Romeo seinen neuen 2,2-l-Vierzylinder für die neue Giulia. Dessen Besonderheit: der Zylinderblock. Da ein Aggregat mit dem üblichen Gusseisen-Zylinderblock zu schwer geworden wäre, um eine gute Balance zwischen Vorder- und Hinterachse zu gewährleisten, entschied man sich für eine Neukonstruktion in einer Vollaluminium-Variante.

Der Einsatz von Aluminium in einem Dieselmotor mit solch hoher spezifischer Leistung sei wegen der hohen Spitzendrücke (ca. 200 bar) sehr herausfordernd gewesen, mit enormer Entwicklungsarbeit für die Guss- und Bearbeitungsprozesse, schilderte Eustachio Bonamassa, Chief Engineer Alfa Romeo Dieselmotoren. Das Ergebnis sei eine Maximalleistung von 210 PS bei einem Gewicht von 149 kg, was eine Reduktion von etwa 30 kg zum vorherigen Gusseisenblock bedeute, so Bonamassa.