Wie Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg in einem Interview mit dem “Handelsblatt” erklärte, stünden die Chancen “nicht schlecht”, den Supersportler aufzulegen. Bis zum Ende des Jahres soll eine Entscheidung fallen, ob das Auto gebaut werden soll.

Sein Vorgänger Wolfgang Dürheimer hatte das prestigeträchtige Projekt Ende des vergangenen Jahres gestoppt. Aus Sicht von Audi hatte der R8 e-tron nicht genügend Reichweite. Zudem hätten hohe Batteriekosten den Ingolstädter Stromer gebremst, wie Axel Eisner, Leiter der Audi-Aggregate-Entwicklung, im Dezember 2012 gegenüber der “Süddeutschen Zeitung” erklärte.

Wann nun die Volkswagen-Tochter den ersten Stromer anbietet, ließ Hackenberg offen. “Wir haben wichtige Erkenntnisse gewonnen, die Reichweite deutlich zu steigern”, so der Entwicklungschef. “Wir sind der Meinung, daß ein Sportwagen mit reinem E-Antrieb eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern haben sollte.”

Konkurrenz könnte Kehrtwende forcieren

Mit dieser Kehrtwende könnte Audi möglicherweise auf die Erfolge des US-Elektropioniers Tesla reagieren. Die Kalifornier bieten ihren Elektrosportler Model S seit August in Deutschland an. Auch der Oberklasse-Konkurrent BMW plant mit dem i8 einen eigenen Sportwagen, den man Anfang 2014 zur Marktreife bringen will.

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Handelsblatt/Guido Kruschke