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Audis neuer 2.0 TFSI mit 140 kW (190 PS). – Bild: Audi

Der neue 2.0 TFSI mit 140 kW (190 PS) kommt erstmals in der nächsten Generation des A4 zum Einsatz. Die Marke mit den vier Ringen sieht sich als einer der Trendsetter in Sachen Downsizing und Downspeeding. “Jetzt gehen wir mit dem Rightsizing einen entscheidenden Schritt weiter”, sagt Ulrich Hackenberg, Entwicklungschef der Ingolstädter.

Die Hubraum- und Drehzahlreduktion könne nur optimal greifen, wenn sie in einem sinnvollen Verhältnis zur Fahrzeugklasse und dem Nutzungsverhalten der Kunden im Alltag stehe, erklärt der Technikchef. “Beim Rightsizing geht es deshalb um das optimale Zusammenspiel von Fahrzeugklasse, Hubraum, Leistung, Drehmoment und Effizienzverhalten unter Alltagsbedingungen.”

Der Vierzylinder schöpft 140 kW (190 PS) und 320 Nm Drehmoment aus 1.984 cm3 Hubraum. Weil das hohe Drehmoment in einem großen Drehzahlbereich von 1.450 bis 4.400 1/min anliegt, profitiert jeder Kunde vom jederzeit abrufbaren, kraftvollen Durchzugsverhalten des Motors. Außerdem biete das Triebwerk wegweisend niedrige Verbrauchswerte. Im NEFZ unterbietet der Vierzylinder laut Audi seine Vorgänger und vergleichbare Wettbewerber mit Verbrauchswerten von unter 5,0 l/100 km deutlich.

Technik im Detail

Den Durchbruch beim 2.0 TFSI bringe ein neues Brennverfahren. Dessen Prinzip ist im Kern mit dem so genannten Miller-Zyklus vergleichbar. Die Ingenieure haben es allerdings weiterentwickelt. Die Effizienzsteigerung basiert auf folgenden Faktoren: Die Ansaugzeit ist stark verkürzt (140° Kurbelwinkel (KW) statt 190 bis 200° KW). Aufgrund eines höheren Ladedrucks auf der Einlass-Seite erreicht der Motor trotz kürzerer Ansaugzeit eine optimale Zylinderfüllung.

Darüber hinaus schließt das Einlassventil früher ? bereits deutlich vor dem unteren Totpunkt. Somit sinkt der Mitteldruck, dies ermöglicht ein hohes, wirkungsgradgünstiges Verdichtungsverhältnis. Im Teillastbereich sorgt eine zusätzliche Einspritzung vor dem Einlassventil für eine effiziente Gemischbildung, die bereits im Saugrohr und im Brennraum von der Direkteinspritzung ergänzt wird. Das Audi Valvelift System (AVS) auf der Einlass-Seite ermöglicht bei Teillast eine kurze und bei höheren Lasten eine längere Ansaugzeit (Volllast: 170° KW).
Stefan Knirsch, Leiter der Aggregate-Entwicklung, fasst die Vorteile des neuen Motors zusammen: “Mit diesem Rightsizing-Ansatz erreicht der neue Motor im Teillastbetrieb die Verbrauchsvorteile eines Downsizing-Aggregats, bei höheren Lasten nutzt er die Vorteile eines hubraumstarken Triebwerks. So ergibt sich ein optimales Effizienz- und Leistungsverhalten über das gesamte Drehzahlband hinweg.”

Über das neue Brennverfahren hinaus nutzt das neue, lediglich rund 140 kg schwere Triebwerk weitere Techniken um Sprit zu sparen. So werden die Kühlwasserströme so gesteuert, dass die Warmlaufzeit des Motors sehr kurz ausfällt. Dafür sorgt auch der Abgaskrümmer, der in den Zylinderkopf integriert ist. Auch die konsequente Reduktion der Reibung sowie der Einsatz von Leichtlaufmotorenöl (0W-20) steigert die Effizienz.

Audi wird die neue Motorengeneration zuerst im neuen Audi A4, dann in weiteren Baureihen einführen.

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gp