Stefan Bratzel CAM

Laut Bratzel vertraut Deutschland zu sehr auf seine Autoindustrie. – Bild: CAM

“In einer zunehmend digitalen und vernetzten Welt kann sich ein modernes Industrieland keine gravierende Schwäche in diesem Bereich erlauben”, so Bratzel. Der CAM-Leiter stützt seine These auf den Connected-Car-Innovation-Index (CCI). Dieser vergleicht die Leistungs- und Innovationsstärke der 19 globalen Autobauer und Automobilländer im Bereich Connected Car.

Die Stärke der Länder im Bereich Connected Car bewerten die Experten dabei anhand der Autobauer des jeweiligen Landes sowie der Marktgröße und Kombination aus digitaler Stärke des Landes und Stärke der Big Data Player im Land. Ergebnis der verschiedenen Faktoren: Die USA belegen im Länder-Ranking 2015 Platz 1, gefolgt von Deutschland, Japan und China. Länder wie Großbritannien, Frankreich und Italien sind im internationalen Vergleich weit abgeschlagen.

Laut Studienleiter Bratzel können sich die USA dabei auf ein sehr ausbalanciertes Verhältnis von Autoindustrie und Digital-Wirtschaft vertrauen. Deutschland und Japan können sich hingegen nur auf ihre starken Automobilhersteller verlassen. Von einer digitalen Stärke könne nicht die Rede sein, so Bratzel. Deutschland stütze sich momentan zu sehr auf seine Automobilindustrie.

Zwar ist Deutschland im Ländervergleich nicht ganz vorne dabei, aber immerhin ist ein deutscher OEM im Autobauer-Ranking führend. So ist der Volkswagen-Konzern im Bereich Connected-Car-Innovationen führend, gefolgt von Ford und Daimler. Jaguar Land Rover und Hyundai folgen auf den Plätzen vier und fünf. BMW, Toyota oder Volvo schneiden im CCI nur mittelmäßig ab. Weit abgeschlagen sind laut Bratzel die französischen Autobauer sowie Fiat Chrysler.

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Gabriel Pankow