Google Selfdriving Car

Wird das Selfdriving-Car den deutschen Autobauern den Rang ablaufen. Bild: Google

Google, Apple und Co.: Neue Player mit ausgereiftem Software- und Internet-Know-how drängen ins Hoheitsgebiet der Autoindustrie. Um beim automatisierten Fahren weiter Schritt zu halten, müsse die Autoindustrie ihre Denkweisen und Prozesse modernisierten. So die Forderung von Uwe Michael, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik bei Porsche, auf dem ELIV-Kongress in Baden-Baden. Industrieübergreifende Partnermodelle macht er als die Erfolgsfaktoren der Zukunft aus.

Beispiel Car-2-Infrastructure-Kommunikation: Diese soll den Horizont der automatisiert fahrenden Autos entscheidend erweitern und die Entscheidungssicherheit der Systeme durch Redundanz weiter erhöhen. Sogenannte ITS Roadside Stations können zentral vorliegend Informationen, wie Unfälle oder Baustellen, gezielt an vernetzte Fahrzeuge weitergeben, die sich im gefährlichen Bereich aufhalten. Allerdings rechnen die Experten vom Fraunhofer-Institut nicht mit einer kommunikationsfähigen Infrastruktur bis 2020.

Dabei sind solche Road Siede Stations schon technisch verfügbar und die wesentlichen Standards festgelegt. Da sich die Autobauer von noch nicht geplanten Investitionen der öffentlichen Hand nicht abhängig machen wollen, verfolgen sie jedoch primär Lösungen, die ohne eine flächendeckende Ausstattung mit Roadside Stations auskommt. So besteht auch hier die Gefahr, dass OEMs und Zulieferer – statt an einem Strang zu ziehen – auf Insellösungen setzen.


Mehr zu den Mega-Trends beim aktualisierten Fahren lesen Sie in der Exklusiv-Story in der Ausgabe 2015/12 der AUTOMOBIL PRODUKTION.

gp