BMW China breit

Rückschlag für den Premiumautobauer. BMW muss in China wegen möglicher Probleme mit der Servolenkung über 140.000 Autos zurückrufen. - Bild: BMW Group

Wie die zuständige Behörde des Landes mitteilte, könnten mögliche Probleme mit der Servolenkung ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Die betroffenen 143.215 Autos wurden von BMW Brilliance Automotive zwischen dem 24. August 2009 und dem 31. August 2012 gebaut, wie die Behörde AQSIQ auf ihrer Webseite mitteilte. BMW Brilliance ist ein paritätisches Joint Venture, welches die Bayern gemeinsam mit Brilliance China Automotive Holdings betreiben.

Mögliche Probleme mit der Servolenkung

Der Rückruf ist ein weiterer Rückschlag für den Premiumautobauer, der angesichts des immer schärfer werdenden Wettbewerbs und des nachlassenden Wachstums seine Position auf dem wichtigen chinesischen Markt verteidigen muss. Am 26. Juli hatte das chinesische Umweltministerium BMW Brilliance mit dem Verweis auf Umweltbedenken untersagt, eine seiner Fabriken auszubauen.

Bei dem Rückruf befürchtet die Behörde ein Sicherheitsrisiko. So könnte es sein, dass im Extremfall Wasser in das Servolenkungssystem eindringt. Rost könnte dann die Servolenkung beeinträchtigen. Der Rückruf tritt am 23. September in Kraft. BMW Brilliance wird ein vermeintliche fehlerhaftes Bauteil kostenlos ersetzen, teilte die Behörde weiter mit. Bei BMW, Brilliance China und dem Gemeinschaftsunternehmen war niemand für einen Kommentar zu erreichen.

Die betroffenen Autos der 5er Reihe Langversion seien von August 2009 bis August 2012 in dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Autobauer Brilliance in Shenyang produziert worden. Unter extremen Umständen könne Wasser in Steckverbindungen eindringen und die Funktion der Servolenkung beeinträchtigen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke