Fertigung von Sensoren am Bosch-Standort Reutlingen: Der Bosch-Chef Volkmar Denner hat in deutlicher

Fertigung von Sensoren am Bosch-Standort Reutlingen: Der Bosch-Chef Volkmar Denner hat in deutlicher Form von der Bundesregierung eine bessere Innovationsstrategie gefordert (Bild: Bosch).

Die ersten Worte Denners bei der Bilanzpressekonferenz des Zulieferers am Mittwoch (30. April) galten nicht den eigenen Zahlen, erstmal schickte der Bosch-Chef eine deutliche Grußadresse an die Bundesregierung. Darin forderte er eine intensivere Förderung von technischen Innovationen und des Ingenieurs-Nachwuchses in Deutschland. Zwar sei die von der Bundesregierung ausgegebene Hightech-Strategie und die darin enthaltene Benennung von konkreten Handlungsfeldern wie die Digitalisierung zu begrüßen. Das reiche aber nicht aus, um mit der wachsenden Konkurrenz insbesondere aus Asien Schritt zu halten. Zu denken gebe ihm, dass in China jährlich 40-mal so viele Jungingenieure die Hochschule verlassen wie in Deutschland. Die Defizite in der Innovationsförderung schlagen sich laut Denner auch darin nieder, dass chinesische Forscher im Ausland sogar mehr Patente angemeldet haben als deutsche. Dazu Denner: “Die asiatischen Schwellenländer konkurrieren nicht mehr allein über die Kosten, auch dort zählen Innovationen.”

Vor diesem Hintergrund könne Innovationsförderung nicht ehrgeizig genug sein. Deutschland und andere europäische Länder müssten sich bei Forschung und Entwicklung mit den führenden Ländern der Welt messen. Konkret forderte Denner, die eingesetzten Mittel der Grundlagenforschung zukommen zu lassen und warb für einen schnellen Transfer in die industrielle Anwendung.

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Frank Volk