Cadillac ATS

Große Ziele: Mit dem geplanten ATS will Cadillac ab 2012 den deutschen Mittelklassemodellen rund um BMW, Audi und Mercedes-Benz Marktanteile abjagen. - Bild: Cadillac

Mark Reuss, Nordamerika-Präsident von General Motors, kündigt an, was schon längst bekannt war. Doch nun scheint der Mittelklasse-Plan langsam konkrete Formen anzunehmen: Die Luxustochter des amerikanischen Autobauers General Motors kündigt für 2012 ein Fahrzeug mit der Modellbezeichnung ATS an. Das neue Modell soll im Sommer nächsten Jahres auf den Markt kommen und die amerikanische Antwort auf Audi A4, BMW 3er und Mercedes-Benz C-Klasse sein.

Bereits Ende 2010 bestätigte GM-Chef Dan Akerson persönlich, dass sich General Motors an die Mittelklasse heranwagen werde. Der deutschen Mittelklasse rund um BMW, Audi und Mercedes-Benz woll man das Feld keinesfalls überlassen.

ATS soll Referenz in seiner Klasse werden

Doch noch existiert der Mittelklasse-Cadillac nur als Studie. Wenn es konkret wird, soll der ATS im GM-Werk Lansing Grand River in Michigan gebaut werden, wo auch schon der CTS produziert wird. Als sehr wahrscheinlich gilt, dass später wohl ein Coupé, ein Cabrio und sogar ein Kombi folgen wird.

Für den ATS nimmt General Motors ordentlich Geld in die Hand: 190 Millionen Dollar. Der Buchstabe “A” im Kürzel ATS verweist auf die neu entwickelte Alpha-Plattform. Der kleine Cadillac soll mit Heck- und Allradantrieb auf den Markt kommen und die Referenz in seiner Klasse sein. Da hat man sich in Detroit viel vorgenommen.

Bisherige Mittelklasseversuche ohne Erfolg

Was die europäische Kompaktklasse angeht, konnte sich Cadillac bisher nicht mit Ruhm bekleckern. Mit dem Cimarron, der von 1981 bis 1988 auf Basis des Opel Ascona gefertigt wurde, war man ebenso erfolglos, wie mit dem BLS auf der Plattform des Saab Saab 9-3 von 2006 bis 2009. Nun hofft man in Detroit, mit dem ATS den amerikanischen Kundengeschmack besser zu treffen.

Der XTS für die Oberklasse

Ebenfalls für 2012 angekündigt ist der XTS, der in Ontario gefertigt wird. Auf der North American International Auto Show 2010 wurde der Wagen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Er basiert auf dem im vergangenen Jahr als Plug-in-Hybrid-Studie vorgestellten XTS Platinum Concept und wird mit Frontantrieb sowie als Allradversion erhältlich sein.

Ob der XTS auf der gleichen GM-Epsilon-Plattform wie der Opel Insignia aufgebaut und im GM-Werk in Oshawa in Kanada hergestellt wird, wurde nicht bestätigt. Der XTS soll sowohl den DTS als auch den STS ersetzen.

Cadillac XTS Platinum

In der Oberklasse soll der XTS ab 2012 kräftig mitmischen und General Motors weitere Marktanteile in diesem Segment bescheren. - Bild: Cadillac

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