Fahrzeuge werden künftig zum Teiilnehmer in der Connected World mit eigener IP-Adresse. - Bild:

Fahrzeuge werden künftig zum Teiilnehmer in der Connected World mit eigener IP-Adresse. - Bild: Bosch

Zunächst war die Konferenz für eine überschaubare Anzahl von Teilnehmern geplant. “Nun sind es 400 geworden”, freut sich Dr. Rainer Kallenbach, CEO der Bosch Software Innovations, einem jungen Zweig, der zu 100 Prozent zur Robert Bosch GmbH gehört.
In seiner Keynote zur ersten Konferenz für Experten und am Thema Connectivity und Internet of Things (IoT) Interessierte, gibt der Chef der Softwaresparte einen Überblick über die Geschäftsfelder sowie den riesigen Wachstumssektor Elektronik und IT.

Software Innovations ist mit den vier Domänen “Energy, Mobility, Manufactoring” sowie “Smart Home” befasst. Ein sehr großes Potenzial sieht Kallenbach gerade in der sich schnell ändernden Nutzung von Automobilen. Als physikalische Dinge wollen diese “verbunden werden”, so der Experte. Waren 2005 erst 15 Prozent der Weltbevölkerung online, werden es im kommenden Jahr stolze 75 Prozent sein, so die Prognose.

Wie sehr gerade die Automobilbranche in den kommenden Jahren mit dem Thema Verbindung befasst sein werde, betont der Chef der E/E-Sparte bei BMW, Elmar Frickenstein (Executive Vice President Electrics/Electronics and Driving Experience Environment). Man sei in einer Zeit, in der sich alles verbinde und man könne sich kaum vorstellen, was in den nächsten Jahren noch alles möglich sein werde. Die Aufgabe eines OEM wie BMW sei es, die vielfältigen neuen Produkte von Smartphones bis hin zu smarten Uhren ins Auto zu integrieren. Schon heute seien 2 Millionen BMW mit dem Internet verbunden. “Künftig wird das Auto ein Teilnehmer in der Connected World mit eigener IP-Adresse”, so der BMW-Mann. Gerade die Automobilwelt verfüge über die besten Sensoren und LTE bringe die gewünschten Fortschritte.

Als Zukunftsperspektive sieht Frickenstein “die App in der Cloud”, die ohne Smartphones funktioniere. Mit den neuen Playern in der BMW-Modellwelt, i3 und i8, werde man neue Wege der urbanen Fortbewegung einschlagen. Eines der technischen Highlights der nahen Zukunft werde die “Real Time Traffic Information (RTTI) powered by the Clouds” sein, die anstelle starrer Navigationssysteme zum Einsatz komme.

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Götz Fuchslocher