Thomas Weber

Thomas Weber: "Daimler setzt weiter auf R134a, das aus unserer Sicht derzeit einzige verfügbare und sichere Kältemittel." - Bild: Daimler

“Wir sind davon überzeugt, dass wir den richtigen Weg gehen. Deshalb setzen wir weiter auf R134a, das aus unserer Sicht derzeit einzige verfügbare und sichere Kältemittel” sagte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber im Interview mit dem Online-Magazin “Autogazette.de” (Dienstag). Von seiner Haltung will Daimler auch für die neue S-Klasse nicht abrücken, die im Sommer auf den Markt kommen soll.

Daimler weigert sich bislang als einziger deutscher Autobauer, das von der EU vorgeschriebene, umweltfreundlichere Kältemittel R1234yf einzusetzen, weil Fahrzeuge bei simulierten Unfällen in Brand gerieten. Damit verstoßen die Stuttgarter gegen eine EU-Richtlinie, die seit Januar nur noch besonders klimafreundliche Mittel erlaubt.

Umstrittenes Kältemittel kommt in S-Klasse nicht zum Einsatz

Die Stuttgarter führen deshalb Gespräche mit der EU-Kommission. Mit einer Entscheidung rechne er in den kommenden Wochen, sagte Weber. “Wir gehen jedoch davon aus, dass die Behörden den sicheren Weg wählen werden. Es kann meiner Ansicht nach nicht das Ziel einer Behörde sein, uns in punkto Gesetzeserfüllung in die Pflicht zu nehmen, dabei aber die Sicherheit der Kunden außer Acht zu lassen.” Sollten die Behörden Daimler dennoch auffordern, das Kältemittel R1234yf in der neuen S-Klasse zu verwenden, will Weber hart bleiben: “Wir werden kein Kältemittel in unsere Autos einfüllen, das aus unserer Sicht eine Gefahr für unsere Kunden darstellt.”

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dpa/Guido Kruschke