Wasserstofftankstelle Stuttgart

Wasserstofftankstelle mit Mercedes-Benz F-CELL am Stuttgarter Flughafen. - Bild: Daimler

In den kommenden drei Jahren sollen 20 zusätzliche Stationen entstehen, wie beide Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilten. Es seien Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe vorgesehen.

Durch den Vorstoß von Daimler und Linde wird die Zahl der öffentlichen Wasserstofftankstellen in Deutschland deutlich steigen. Zurzeit gibt es den Angaben zufolge knapp 30 Stationen. Die neuen Stationen sollten in den Regionen Stuttgart, Berlin und Hamburg sowie entlang einer neuen durchgängigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung gebaut werden.

Hintergrund der Ankündigung ist, dass drei am 30. Januar von Daimler auf eine Reise um die Welt geschickte Fahrzeuge mit dem alternativen Brennstoffzellenantrieb am Mittwoch nach Stuttgart zurückgekehrt sind. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte: “Die Brennstoffzelle bringt die Elektromobilität einen entscheidenden Schritt voran.” Sie ermögliche emissionsfreies Fahren mit großen Reichweiten bei kurzen Tankzeiten.

Linde-Chef Wolfgang Reitzle sagte, in Verbindung mit der Brennstoffzelle werde Wasserstoff den Ausbau der Elektromobilität ganz wesentlich prägen. Die Brennstoffzelle erzeugt Strom aus Wasserstoff und Sauerstoff, indem sie chemische Energie in elektrische Energie umwandelt.

Der Aufbau und die Inbetriebnahme der neuen Tankstellen starten bereits im Jahr 2012. Die gemeinsame Initiative von Daimler und Linde steht weiteren Industriepartnern, etwa aus der Mineralöl, Energie- oder Automobilindustrie, offen.

Die Wasserstoff-Tankstelleninfrastruktur in Deutschland

Für die erfolgreiche Einführung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen ist der Aufbau einer öffentlichen Wasserstoff-Infrastruktur entscheidend. Erste Zentren in Ballungsräumen wie Berlin und Hamburg, haben sich bereits etabliert. Von den zurzeit knapp 30 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland sind sieben in einem öffentlichen Tankstellenbetrieb integriert.

Deutschland ist damit klarer Vorreiter in Europa. Bereits fünf bis zehn Tankstellen sind für eine kundenfreundliche erste Abdeckung einer Großstadt ausreichend. Die Verbindung dieser urbanen Zentren ? wie etwa Berlin und Hamburg, Stuttgart und München ? mit Korridoren auf den Hauptverkehrsadern stellt einen wesentlichen Schritt für einen flächendeckenden Ausbau einer öffentlichen H2-Infrastruktur dar.

dpa-AFX/Daimler/Guido Kruschke