BMW Autonomes Fahren breit

BMW arbeitet - wie andere deutsche Hersteller - an selbstfahrenden Autos. Bild: BMW Group

Google hat schon große Fortschritte gemacht mit seinem selbstfahrenden Auto. Auch die deutschen Autobauer entwickeln bereits ihre eigenen Systeme rund um das autonome Fahren.

Das Datensammeln und die Ausfallsicherheit des Systems werden eine entscheidende Rolle spielen bei der Umsetzung des Ziels “selbstfahrendes Auto”. Beim Blick auf die NSA-Affäre stellt sich allerdings die Frage, was mit den gesammelten Daten passiert. Die Problematik soll beim “Runden Tisch zum autonomen Fahren” besprochen werden. An diesem Tisch werden Vertreter der Bundesregierung, Automobilhersteller, Vertreter der Versicherungsbranche und Anwälte sitzen. Dort soll der gesetzliche Rahmen besprochen werden, in dem sich das selbstfahrende Auto bewegen soll.

Noch ruft das Sammeln von Daten bei den meisten Konsumenten, in dem Fall Autofahrer, Skepsis hervor. Doch wenn erst einmal selbstfahrende Autos in großer Stückzahl über die Straßen rollen, wird das Sammeln von Daten schlicht zur Notwendigkeit. Denn die Autos werden dann nicht mehr von Menschen gesteuert, sondern von Computern, die auf die Daten von Kameras und Sensoren angewiesen sind, um miteinander zu kommunizieren.

Die Idee der Verwendung einer Blackbox, wie man sie aus dem Flugzeug kennt, ist in einigen Ländern bereits akzeptiert. So bieten Versicherungsgesellschaften in Großbritannien günstigere Konditionen an, wenn eine Blackbox den Fahrstil des Fahrzeughalters aufzeichnet. Die Idee dahinter ist, dass eine zurückhaltende Fahrweise mit günstigeren Versicherungspolicen belohnt wird.

Ob sich das selbstfahrende Auto in Zukunft tatsächlich durchsetzt, muss man jedoch abwarten. Es ist noch ungewiss, wie die Autofahrer darauf reagieren, wenn sie die Kontrolle über ihr Fahrzeug an einen Computer abgeben sollen.

Gabriel Pankow/IHS