Statt optisch unschöner Aufbewahrung: Staufächer etwa in der Mittelkonsole, der Instrumententafel

Statt optisch unschöner Aufbewahrung: Staufächer etwa in der Mittelkonsole, der Instrumententafel oder in der Türverkleidung. Bild: Dräxlmaier

Wie die Interieur-Experten betonen, wissen viele Autofahrer um die Wichtigkeit der Westen. Doch sei ihr Anblick alles andere als schön, da die reflektierenden Signalfarben oft im starken Kontrast zu den edlen Oberflächen eines hochwertigen Interieurs stehen. Damit Autofahrer die gesetzlich vorgeschriebenen Warnwesten nicht mehr wie bisher in den Türtaschen, dem Handschuhfach oder gar im Fußraum verstauen müssen, verschwinden die Warnwesten bei der Interieur-Idee der Dräxlmaier Group in mehreren kleinen Staufächern. Diese können sich beispielsweise in der Mittelkonsole, in der Instrumententafel sowie in den Türverkleidungen befinden und sind somit nicht mehr sichtbar. Dadurch wird die edle Optik des Premium-Interieurs nicht durch die grellen Neonfarben der Warnwesten beeinträchtigt und im Ernstfall ist der Lebensretter trotzdem gut zu finden.

Stufe 1: Warnwestenanzeige nach Aktivierung des Warnblinkers. Wird bei einer Panne die Warnblinkanlage aktiviert, können die Insassen per Berührung die jeweilige Staufachabdeckung selbst öffnen, anschließend ihre Warnwesten schnell entnehmen, überstreifen und dann das Fahrzeug verlassen. Mit einem optischen Hinweis, der bei Aktivierung des Warnblinkers zu leuchten beginnt, stellt die Dräxlmaier Group dabei sicher, dass Fahrzeuginsassen auch nachts oder bei schlechten Licht-Verhältnissen immer genau wissen, wo die Warnwesten-Staufächer zu finden sind.

Der Experte für Interieur-Systeme von Premium-Fahrzeugen macht sich dazu unter anderem seine Lederkompetenzen zu Nutze. So werden auf den mit Leder kaschierten Bereichen des Cockpits nur im Bedarfsfall hellfarbige Leuchtpfeile sichtbar, die den Insassen die exakte Position der Warnwestenfächer anzeigen. Möglich wird das durch hinterleuchtetes Leder, bei dem die entsprechenden Stellen mit einer lichtdurchlässigen Mikro-Perforation durchsetzt sind, die im Normalfall nicht zu sehen ist. Zusätzlich sollen für eine bessere Sichtbarkeit auch die Umrandungen der Abdeckungen der Warnwestenfächer beleuchtet werden.

Stufe 2: Automatische Warnwestenausgabe nach einem Unfall.
Bei einem Unfall, bei dem die Airbags ausgelöst werden, kommen zeitgleich die lebensrettenden Warnwesten selbständig aus den Interieur-Fächern und sind blitzschnell griffbereit. Dabei, so die Idee des Automobilzulieferers, sollen die Airbag-Sensoren bei einem Crash auch sofort die Ausgabe der Warnwesten auslösen. Dabei ist das Prinzip vergleichbar mit einem plötzlichen Druckabfall in einer Flugzeugkabine, bei dem die Sauerstoffmasken ebenfalls automatisch aus Klappfächern über den Sitzen fallen.
Auch hier, so die Idee der Dräxlmaier Group, gewährleisten die farbigen Leuchtpfeile ? genau wie in Stufe 1 ? ein schnelles Auffinden. Und das selbst bei sehr schlechten Licht- und Sichtverhältnissen wie beispielsweise nach einem Airbag-Schuss, bei dem Gase und Talkum durch die Luft geschleudert werden und die Sicht vernebeln können. Hinzu kommt: Bei einem Unfall befinden sich die Fahrzeuginsassen oft in einer extremen Stress-Situation. Der Griff zur lebensrettenden Warnweste soll daher intuitiv, sehr schnell und einfach möglich sein. Die Dräxlmaier Group sucht nun Fahrzeughersteller für die gemeinsame Entwicklung der Interieur-Idee.

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Dräxlmaier Group / Götz Fuchslocher